Professionellere Strukturen schaffen

Vorstand und Trainer des SV Hohenlimburg 1910 wollen künftig die Jugendarbeit intensivieren.
Vorstand und Trainer des SV Hohenlimburg 1910 wollen künftig die Jugendarbeit intensivieren.
Foto: Michael Schuh

Hohenlimburg..  Beim SV Hohenlimburg 1910 soll künftig ein frischer Wind wehen – und das nicht nur im Senioren-, sondern auch im Jugendbereich. „Die Juniorenabteilung wird gerade neu gestaltet“, erläutert der 2. Vorsitzende Bernd Preußner, „dort herrschen teilweise noch verkrustete Strukturen.“

Für den Vorstand sei der Nachwuchs einer der wichtigsten Bausteine des Gesamtkonzepts; deshalb gelte es zunächst, die elf Spieler, die im Sommer dem Juniorenbereich entwachsen, im Verein zu halten. „Wenn die Fans ins Stadion kommen, dann sollen sie künftig auch Spieler aus Hohenlimburg und der Umgebung sehen“, fährt Preußner fort, „denn während beim Spiel Finnentrop gegen Olpe 500 Zuschauer waren, hatte unsere Erste am Sonntag nur 50 Besucher. Und das ist schon peinlich.“

Geplant sei, dass die A-Jugendlichen, die in der kommenden Spielzeit im Seniorenbereich auflaufen, die Saisonvorbereitung mit der Reserve des SV 10 bestreiten. Danach entscheidet der Trainerstab in Zusammenarbeit mit dem sportlichen Leiter Alfredo Pais, für welche Mannschaft die jungen Kicker künftig die Stiefel schnüren. „Wir Trainer werden Empfehlungen aussprechen, wo wir die Jungs leistungsmäßig sehen“, sagt Olaf Salewski, der die A-Jugend gemeinsam mit Ronald Ogonda coacht. Momentan deutet einiges darauf hin, dass beispielsweise Dominik Grandrath den Sprung in die erste Mannschaft schaffen kann, viele der Talente dürften zunächst jedoch unter dem Gespann Klaus Hassenpflug/Michael Kucharzuk Erfahrung in der Drittvertretung sammeln.

Aber die Zehner denken im Bereich Nachwuchs nicht nur kurzfristig, sprich an die nahe Zukunft der A-Junioren. „Es ist ungemein wichtig, dass schon die Jüngsten von guten Trainern betreut werden, die Talente erkennen und fördern“, wünscht sich Preußner auch bei den kleinsten Fußballern professionellere Strukturen als bislang. Die Hauptaufgabe des Jugendvorstands um Torsten Nordhoff sei es deshalb, solch engagierte Trainer zu finden und für eine solide Ausbildung zu sorgen.

Ein langer Weg

Der Weg zu einer Jugendabteilung, aus der regelmäßig Spieler zur 1. und 2. Mannschaft stoßen, ist allerdings kein kurzer. Denn bis die Veränderungen im Bereich der jüngsten Kicker Früchte tragen, ziehen noch einige Jahre ins Land. „Aber es muss ein rapider Umbruch stattfinden“, erhält Preußner Rückendeckung von Norbert Ulrich, ebenfalls 2. Vorsitzender der Zehner.