Primus ist haushoher Favorit – SV 10 fährt ohne Druck zur SpVg Olpe

Foto: Michael Schuh

Hohenlimburg..  Den Begriff „Spitzenspiel“ hört Roman Reichel, Trainer des Fußball-Landesligisten SV Hohenlimburg 1910, gar nicht so gerne. Angesichts des morgigen Duells bei Spitzenreiter SpVg Olpe (15 Uhr, Kreuzbergstadion) wird er nicht ganz um die Bezeichnung herumkommen.

Die Zehner sind seit acht Spielen ungeschlagen, die letzte Niederlage war am 12. Oktober bei RW Lennestadt (0:4). Die SpVg Olpe verlor die ersten beiden Pflichtspiele im Jahr 2015 gegen FSV Werdohl (2:3) und Borussia Dröschede (1:2).

„Klassischer Fehlstart“

Aber davon will sich Roman Reichel nicht blenden lassen. „Olpe ist für mich nach wie vor der haushohe Favorit, die werden sich auch wieder fangen“, sagt der Hohenlimburger Coach. Auch nach dem „klassischen Fehlstart“ des Tabellenführers lässt Reichel den Taschenrechner im Schrank. „Olpe hat immer noch zehn Punkte Vorsprung. Wir schauen auf uns. Unser Ziel ist der zweite Platz.“

Verstecken braucht sich seine Elf im Kreuzbergstadion allerdings nicht. Die Leistungen der Partien gegen SG Finnentrop/Bamenohl, RW Erlinghausen und vor allem der starke Auftritt gegen den Oberligisten TSG Sprockhövel im Kreispokal geben berechtigte Hoffnungen, in Olpe etwas zu holen. Und das ist auch das Ziel des Übungsleiters. „Wir wollen in Olpe punkten.“

Den Druck hat allerdings nicht der SV Hohenlimburg 1910, sondern der morgige Gastgeber. Coach Ottmar Griffel und seine Mannen wissen genau, dass sie sich eine dritte Niederlage in Folge nicht erlauben dürfen. Denn in diesem Fall könnte der weitere Saisonverlauf doch noch spannend werden.

„Im Prinzip lebt Olpe von zwei bis drei Leuten“, so Roman Reichel, der gegen die starke Offensive geeignete Maßnahmen plant. So gilt es ein Auge auf den Flankengeber David Ohm zu legen, nicht zu vergessen Haupttorschütze Philipp Bredebach. Auch der Ex-Zehner Sascha Rokitte ist auf der Sechs nach seinen langen Verletzungsproblemen wieder voll auf der Höhe. Im Hinspiel machten die Hohenlimburger eigentlich nur drei Fehler. Jeder wurde mit einem Tor bestraft, die Partie ging im Kirchenberg mit 2:3 verloren. Das sollte Warnung genug sein.

Willen zeigen

„Wir müssen da weitermachen, wo wir aufgehört haben. Wir müssen den Willen zeigen, das Spiel zu gewinnen. Dann ist in Olpe etwas möglich“, fordert Roman Reichel von seiner Mannschaft. Der Trainer kann fast aus dem Vollen schöpfen, Michel Amaral wird aufgrund einer Zerrung aus dem Erlinghausen-Spiel pausieren müssen.

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