Pig Pile wird erst im deutschen Finale gestoppt

Das Hagener Nachwuchs-Juggerteam Pig Pile (in Schwarz-Grün) musste sich erst im Finale dem Topfavoriten Retwisch Victim aus Schleswig-Holstein in drei Sätzen geschlagen geben und freute sich über die deutsche Vizemeisterschaft.
Das Hagener Nachwuchs-Juggerteam Pig Pile (in Schwarz-Grün) musste sich erst im Finale dem Topfavoriten Retwisch Victim aus Schleswig-Holstein in drei Sätzen geschlagen geben und freute sich über die deutsche Vizemeisterschaft.
Foto: WP

Hagen..  In Lippstadt fand die zweite Auflage der deutschen Meisterschaften für Kinder- und Jugendmannschaften im Jugger statt. Insgesamt nahmen 23 Teams teil. Das Nachwuchsteam „Pig Pile“ des 1. Hagener Jugger-Club eroberte dabei den nationalen Vizetitel.

Auf Grund von Verletzungen und der Ferienzeit konnten die Volmestädter nur mit sechs Akteuren anreisen. Zwei von ihnen gehören auch schon der Hagener Erstvertretung „Mad Monkeys“ an und brachten somit Erfahrung mit ein, die der Mannschaft zugute kommen sollte. Bei der Gruppenauslosung ging das mitfavorisierte Pig Pile-Team dem Meisterschaftsfavoriten Rethwisch Victim in der Vorrunde aus dem Weg. Hier gab es für die jungen Volmestädter zunächst klare Siege.

Fünf Vorrundenspiele, fünf Siege

Die Jugger Devils wurden mit 5:0 und 5:1 bezwungen, das Team Joker1 erhielt anschließende mit 5:0 und 5:0 die „Höchststrafe“ von den Schwarz-Grünen. Danach folgte mit den Red Castle Soldiers aus Rotenburg zum ersten Mal ein härterer Gegner: Auch wenn das Ergebnis deutlich klingt, spiegelt es nicht die langen und umkämpften Züge wider. Am Ende hieß es 5:1 und 5:1 für Hagen. Damit war das Minimalziel von Platz vier und die Qualifikation für das Viertelfinale erreicht, aber die Volmestädter wollten jetzt auch den Gruppensieg.

Der nächste Schritt hierfür wurde gegen die Globaljuggers gemacht, und zwar ganz klar mit 5:0 und 5:0 - das zweite Spiel ohne Gegenjugg war unter Dach und Fach. Zum Vorrunden-Abschluss folgte die bis dahin spannendste Begegnung gegen die „Immoratales“. Taktische Feinarbeit und auch ein Quäntchen Glück sorgten aber für einen positiven Ausgang: 5:4 und 5:2 lautete das Endergebnis. Fünf Spiele - fünf Siege, besser hätte die Vorrunde nicht laufen können.

Einmal Ausgleich zum 3:3

Als Gruppensieger traten die Hagener am zweiten Turniertag zuerst gegen den Viertplatzierten der Gruppe A an. Das war „What the Jugg“ aus Lippstadt. Das Heimteam ging nach dem ersten Zug mit 1:0 in Führung. Dies brachte die Hagener jedoch nicht aus ihrem Rhythmus. Der erste Satz wurde noch mit 5:1 gewonnen. Und auch der zweite Durchgang endete mit diesem Ergebnis. Somit stand Pig Pile im Halbfinale. Hier warteten abermals die Red Castle Soldiers aus Rotenburg. Erneut war das Duell umkämpfter als es sich im Endstand (5:2 und 5:0) widerspiegelte.

Nach einem eher mäßigen vierten Platz im vergangenen Jahr hatte sich der nationale Champion des Jahres 2012 damit erneut ins deutsche Endspiel vorgekämpft. Im Finale musste man erwartungsgemäß gegen das Team Victim aus dem schleswig-holsteinischen Rethwisch ran, das ebenfalls all seine Spiele gewonnen hatte, und dies jeweils ohne Gegenjugg. Jetzt ging es über drei Gewinnsätze.

Als Underdog versuchten sich die Hagener mit einfachen, aber effektiven Mitteln zu behelfen, was immer wieder zu Nadelstichen reichte. Der erste Satz ging mit 2:5 verloren. Im zweiten Durchgang stellte Pig Pile sein Spiel um und versuchte, offensiver zu agieren. Ein 0:3-Rückstand wurde zum 3:3 ausgeglichen. Aber Victim fand in die Erfolgsspur zurück und entschied diesen Durchgang mit 5:3 für sich. Auch im dritten Abschnitt wehrten sich die Volmestädter nach Kräften, konnten ein 2:5 und damit die Gesamtniederlage aber nicht verhindern. Die deutsche Vizemeisterschaft war aber auch ein schöner Erfolg.

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