Phoenix Youngsters stoßen Dragons von der Spitze

Beim Sieg im Spitzenspiel gegen die Young Dragons Quakenbrück war Noah Tepelidis (am Ball) Topscorer der Phoenix Youngsters.Foto:Michael Kleinrensing
Beim Sieg im Spitzenspiel gegen die Young Dragons Quakenbrück war Noah Tepelidis (am Ball) Topscorer der Phoenix Youngsters.Foto:Michael Kleinrensing
Foto: WP Michael Kleinrensing

Hagen..  In den Nachwuchs-Bundesligen waren neben den U19-Basketballern der Phoenix Juniors (66:53 gegen Leverkusen/wir berichteten) auch die U17-Mädchen des TSV Hagen 1860 und die Phoenix-U16-Jungs erfolgreich. Die Youngsters stießen den deutschen Meister Young Dragons von der Spitze und haben jetzt beste Chancen, als Erster der JBBL-Division Nordwest in die Zwischenrunde zu gehen. Für die Ausrichtung der Top4-Turniere der NBBL und JBBL hat sich Phoenix Hagen übrigens beworben

Jugend-Basketball-Bundesliga: Phoenix Hagen Youngsters - Young Dragons Quakenbrück 68:56 (32:26). Die Partie begann für die ersatzgeschwächten Gastgeber, die ohne U16-Nationalspieler Vladimir Pinchuk (Klassenfahrt) und den langzeitverletzten David Ewald antraten, mit vier Ballverlusten in Folge und leichtfertig vergebenen Würfen. Erst nach einer Auszeit beim Stand von 2:9 wachten die Jungfeuervögel auf und kamen nun dank guter Verteidigung zu einigen leichten Ballgewinnen und Rebounds, die in Fastbreaks umgewandelt wurden.

In der zehnten Minute ging das Grothe-Team erstmals mit 19:18 durch den offensiv gut aufgelegten Tepelidis in Führung und baute diese bis zur Halbzeitpause aus. Die hohe Anzahl der eigenen Ballverluste (16) und 13 Offensivrebounds der jungen Drachen verhinderten einen höheren Hagener Pausenvorsprung.

Nach der Halbzeit profitierten die Gäste von Ballverlusten im Spielaufbau der Youngsters sowie unkontrolliert abgeschlossenen Angriffen und drehten die Partie wieder (44:45, 28. Minute). Im Schlussviertel drückten insbesondere die Bankspieler der Hausherren dem Spiel ihren Stempel auf. Dank beherzter Aktionen von Marco Hollersbacher, Erik Krumme, Luka Cadez und Topscorer Noah Tepelidis gelang ein 14:2-Lauf binnen fünf Minuten, der die Partie letztlich entschied. Lutz Walhöfer vergrößerte den Vorsprung mit sieben Punkten sogar auf 68:52, ehe die in Bestbesetzung angetretenen Gäste mit vier Zählern in den letzten 45 Sekunden noch exakt den Zwölf-Punkte-Unterschied herstellten, mit dem die Dragons im November die Hagener schlugen. Da Quakenbrück aber bei den Metropol Baskets verlor, müssen die Phoenix Youngsters nur noch ihr letztes Gruppenspiel am Sonntag beim Vorletzten Paderborn gewinnen, um den Gruppensieg perfekt zu machen.

Trainer Matthias Grothe sagte abschließend: „Mit dem Sieg bin ich natürlich sehr zufrieden, er verdeutlicht auch nochmal die Entwicklung des Teams und der Spieler in den letzten Monaten.“ Neben den bereits genannten Akteuren verdiente sich auch Nils Scheller ein Lob dafür, „heute sehr viele kleine Dinge richtig gemacht und damit viel zum Sieg beigetragen zu haben.“

Zu den Zwischenrunden-Gegnern zählt unter anderem das noch unbesiegte Team der Basketball Akademie Gießen Mittelhessen.

Youngsters: Günther (10), Tepelidis (16), Cadez (6), Walhöfer (10, 10 Rebounds), Scheller (7), Fischer (6), Hollersbacher (6), Krumme (7), Koch, Purps, Moj, Arvanitakis.

Weibliche Nachwuchs-Bundesliga: OSC Junior Panthers - TSV 1860 Hagen 36:82 (23:50). 12 Spiele, 12 Siege, mit dieser beeindruckenden Bilanz beendeten die Korbjägerinnen von Trainer Sajeevan Sarangan die WNBL-Staffel Nordwest. In Osnabrück hatten die TSVerinnen mit heftiger Gegenwehr gerechnet, weil die weiblichen Panther im Siegfall noch Zwischenrunden-Chancen gehabt hätten. Aber sie agierten mehr wie Miezekätzchen. Vielleicht etwas eingeschüchtert von einem Hagener Team, das von Anfang an gut verteidigte und immer wieder ins Laufen kam. Leonie Schütter (29 Punkte) überzeugte auch auf der ungewohnten Spielmacher-Position, Svea Tigges (20) und Nina Schnietz (9) beherrschten die Bretter. Erster Zwischenrunden-Gegner ist am 1. Februar der TuS Lichterfelde.