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Phoenix will Eisbären wieder zähmen

08.11.2012 | 22:28 Uhr
Phoenix will Eisbären wieder zähmen
Früher war Jacob Burtschi Publikumsliebling in Hagen, am Freitag will der US-Flügelcenter sein ehemaliges Phoenix-Team mit Bremerhaven bezwingen. Foto: Michael KLEINRENSING

Hagen.   Am Freitag geht es für die Bundesliga-Basketballer von Phoenix Hagen nach Bremerhaven. Die dort beheimateten Eisbären wurden in den letzten beiden Spielzeiten jeweils in eigener Halle von den Feuervögeln gebändigt.

An der Nordseeküste durften die Bundesliga-Basketballer von Phoenix Hagen zuletzt zweimal feiern. Genauer gesagt in Bremerhaven, wo es am Freitag wieder hingeht. Die dort beheimateten Eisbären wurden in den letzten beiden Spielzeiten jeweils in eigener Halle von den Feuervögeln gebändigt. Einmal sogar richtig vorgeführt.

Der 107:77-Erfolg des Teams von Trainer Ingo Freyer vor zwei Jahren ging als höchste Heimniederlage in die Annalen der Weserstädter ein. Daran beteiligt war neben dem überragenden David Bell, dem in der Bremerhavener Stadthalle neun Dreier gelangen, auch Jacob Burtschi. Heute trägt der US-Flügelcenter das Trikot der Gastgeber und warnt vor dem Phoenix-Team: „Das ist eine Mannschaft, gegen die wir exzellent verteidigen müssen. Besonders die Hagener Guards darfst du nie aus den Augen lassen. Kommen die erst einmal ins Rollen, haben wir ein Problem.“ Auch im Januar diesen Jahres konnte Bremerhaven die Phoenix-Truppe nicht stoppen und musste sich mit 83:88 geschlagen geben. Damals lief im Hagener Dress der gerade verpflichtete US-Spielmacher Patrick Sparks zur Hochform auf. Es war sein bestes Spiel für Phoenix, danach ging es bergab. Am Ende wurde Sparks durch Davin White ersetzt, der heute noch in Hagen ist.

Gibt es ab 19.30 Uhr an der Wesermündung wieder einen überragenden Phoenix-Akteur, der sein Team zum dritten Auswärtssieg in Folge in Bremerhaven führen kann? Vielleicht Mark Dorris, vor zwei Jahren auch schon dabei? „Den Jetlag hat er überwunden“, berichtet Assistenzcoach Steven Wriedt über den US-Guard, der seit zehn Tagen wieder in Hagen ist und beim 76:66-Sieg gegen Tübingen nur neun Minuten spielte. Inzwischen ist die Integration des sprungstarken Amerikaners fortgeschritten, der sich auch an die Pfiffe der deutschen Referees wieder gewöhnen musste. Heute wird seine Einsatzzeit wohl schon im zweistelligen Bereich liegen, auch wenn das Team komplett ist.

Gastgeber Bremerhaven ist mit drei Pleiten gestartet, hat sein Punktekonto inzwischen aber ausgeglichen. Top-Punktesammler der Eisbären sind Aufbauspieler Stanley Burrell (14,3 Zähler im Schnitt) und Center Scott Morrison (11,9), gefolgt von Jake Burtschi (9,4), der mit durchschnittlich 6,6 eingesammelten Abprallern bester Rebounder seiner Mannschaft ist.

Diese hat, wen wundert es nach den letzten beiden Hagener Gastspielen, großen Respekt vor Phoenix: „Hagen ist eine outside-orientierte Mannschaft mit einer ganzen Reihe erstklassiger Schützen. Sie h Wir müssen Phoenix sehr ernst nehmen“, hat Eisbären-Coach Doug Spradley seiner Mannschaft verordnet.

Natürlich nimmt auch Ingo Freyer das Gastgeber-Team ernst. „Das ist eine interssante Mannschaft“, sagt der Phoenix-Coach, der die beiden letzten Siege in der Stadthalle für psychologisch wenig nachwirkend hält: „Bremerhavens Team ist ganz neu zusammengestellt!“ Was nicht ausschließt, dass man die Eisbären ein drittes Mal im eigenen „Käfig“ zähmen kann.

Rainer Hofeditz



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