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Basketball-Bundesliga

Phoenix sucht Eier legende Wollmilchsau

20.02.2012 | 18:27 Uhr
Phoenix sucht Eier legende Wollmilchsau
, um es dann mit den Mitspielern umzusetzen. Zuletzt klappte es viermal nicht.

Hagen.Ein Sieg, vier Niederlagen. Das ist die bisherige Bilanz von Patrick Sparks als Spielmacher bei Basketball-Bundesligist Phoenix Hagen. Dabei wird es bleiben: Zwei Tage nach der 66:89-Pleite in Trier gab das Phoenix-Management bekannt, dass man sich mit sofortiger Wirkung vom 28-jährigen US-Amerikaner trennt.

Als Patrick Sparks vor sechs Wochen zum Phoenix-Kader stieß, ging die sportliche Leitung davon aus, mit ihm jemanden gefunden zu haben, der die Mannschaft als Spielmacher führen kann. Der Einstand des zuletzt in der Ukraine aktiven Guards, der seit der vergangenen Saison aber pausiert hatte, hätte auch besser nicht sein können: Beim unerwarteten 88:83-Sieg bei den Eisbären Bremerhaven, gegen die man eine Woche zuvor in eigener Halle mit 88:96 verloren hatte, gab der 1,84-m-Mann gleich 13 Korbvorlagen (Assists). „Man muss ganz klar sagen, dass er uns dieses Spiel gewonnen hat“, so gestern Phoenix-Manager Oliver Herkelmann. Und das, was man von ihm haben wollte, habe er auch in anderen Partien stellenweise gegeben.

„Leider ist er derzeit nicht in der Lage, konstant Verantwortung zu übernehmen. Und es ist auch nicht abzuschätzen, wann das soweit sein wird“, dieses Fazit zog Herkelmann nach einer Analyse der Partie in Trier. „Wir sind übereinstimmend zu dem Ergebnis gekommen, dass er nicht der richtige Spieler ist, um uns im Kampf um den Klassenerhalt zu führen.“ Ein Nachfolger, der bis Ende Februar verpflichtet sein muss, wird gesucht.

Dass Patrick Sparks das Heimspiel am Samstag gegen Bayern München - für diese Partie galt sein Probevertrag eigentlich noch - nicht mehr mitmacht, begründet der Phoenix-Manager so: „Wenn man sich einmal entschieden hat, mit einem Spieler nicht zu verlängern, dann bringt es nichts, ihn noch einmal einzusetzen. Außerdem haben wir auch ohne Sparks sieben Amerikaner.“

Was nichts anderes bedeutet, als dass Brandon Brooks nach seiner Suspendierung für das Trier-Spiel wieder in den Kader aufgenommen wurde und gegen die Münchener Bayern zum Einsatz kommen wird. Wenn alles optimal läuft, vielleicht sogar schon an der Seite eines neuen US-Guards.

Die Analyse des Spiels in Trier wurde beim Aufsichtsratsvorsitzenden Thomas Haensel vorgenommen, der die Partie an der Mosel aus beruflichen Gründen verpasst hatte. Die DVD vom Debakel gerade in der Anfangsphase (0:22) förderte zutage, dass die Mannschaft in dieser Phase nicht systemlos agierte. „Der Ball kam schon zum freien Mann, aber es wurde einfach nicht getroffen“, diese Erkenntnis gewann Haensel wie auch Herkelmann. „Man kann sich schon fragen, warum treffen wir in den letzten Spielen so schlecht?“, so der Aufsichtsratsvorsitzende weiter.

Als Konsequenz daraus soll der Sparks-Nachfolger (Herkelmann: „Das hört sich komisch an, er war ja nur ein paar Wochen hier“) nicht nur die Mitspieler gut in Szene setzen können, sondern selbst auch über Scorer-Qualitäten verfügen. Und „stark im Kopf“ soll er auch sein, um die Mannschaft auch durch schwierige Situationen führen zu können. Oliver Herkelmann weiß: „Zugegeben, es klingt ein bisschen als suchten wir eine Eier legende Wollmilchsau.“

Rainer Hofeditz

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