Phoenix muss in Würzburg mental stark sein
03.02.2012 | 17:51 Uhr 2012-02-03T17:51:00+0100
Hagen.Wenn die beste Abwehr der Liga auf die schlechteste trifft und dabei noch Heimvorteil hat, sind die Rollen normalerweise klar verteilt. „Aber in Würzburg kann trotzdem etwas gehen“, sagt Oliver Herkelmann vor dem heutigen Gastspiel des Basketball-Bundesligisten Phoenix Hagen ab 19 Uhr am Main.
Nicht zuletzt die Erinnerung an das Hinspiel kurz vor Weihnachten ist es, die den Geschäftsführer der Feuervögel die schwere Aufgabe nicht ganz unlösbar erscheinen lässt. 73:70 für Hagen stand als Endstand auf der Anzeigetafel, nachdem T.J. Carter drei Sekunden vor Schluss einen Dreipunktewurf im Würzburger Korb versenkt hatte. Der Aufsteiger, der durchschnittlich bisher nur 60,2 Gegenpunkte zuließen, hatte damit 13 Zähler mehr kassiert als üblich, Phoenix fing sich 20,3 Punkte weniger ein als im Saisonschnitt (90,3).
Das Auswärtsspiel am Samstag um 19 Uhr bei s.Oliver Würzburg wird für Adam Constantine nicht die letzte Partie im Dress von Phoenix Hagen sein. Gestern gab der Basketball-Bundesligist bekannt, dass der 23-jährige US-Center einen Vertrag bis zum Saisonende bekommt.
Es war am 18. Dezember ein Triumph des Willens. Mit Brandon Brooks hatte sich am Tag vor dem Spiel der drittbeste Phoenix-Scorer verletzt abgemeldet. Und ein Nachfolger für den ausgemusterten US-Spielmacher Jason Crowe war noch nicht gefunden. Inzwischen führt Patrick Sparks Regie und Landsmann Brooks ist längst wieder fit.
Der Hinspielerfolg des Phoenix-Teams, dessen Auswärtssieg vor zwei Wochen in Bremerhaven beim Debüt von Patrick Sparks und drei ordentliche Viertel zuletzt gegen die starken Artland Dragons nach dem total verschlafenen Start-Abschnitt (12:28) machen es Würzburgs Trainer John Patrick leicht, sein heimstarkes Team - von zehn Spielen in der s.Oliver Arena wurden acht gewonnen - vor Übermut zu warnen: „Wir müssen voll konzentriert sein und in der Offensive aggressiver und mit mehr Selbstvertrauen spielen als zuletzt.“ Da gelangen nur 63 Zähler, was jedoch zum Sieg mit zehn Punkten Differenz beim Schlusslicht Göttingen reichte.
Ingo Freyer wünscht sich "mentale Stärke"
„In eigener Halle verteidigt Würzburg noch aggressiver als auswärts. Wir dürfen uns nicht unterbuttern lassen“, wünscht sich Ingo Freyer von seinen Spielern „,mentale Stärke“. Wer diesmal von den mittlerweile acht Ausländern im Hagener Team aussetzt, wollte der Phoenix-Coach gestern noch nicht verraten. Tristan Blackwood wird es wohl nicht sein. Der Kanadier trug letzte Saison eine Halbserie lang das Würzburger Trikot und dürfte bei seiner Rückkehr in die schon ausverkaufte Arena hoch motiviert sein.
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