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Phoenix Juniors stehen bei Siegerehrung am Rand

20.05.2012 | 20:10 Uhr
Phoenix Juniors stehen bei Siegerehrung am Rand
Im Halbfinale scheiterten die Phoenix Hagen Juniors (rechts) an den Eisbären Bremerhaven mit 67:79.Foto: Michael Kleinrensing

Hagen.   Sie haben bei den Großen gelernt, in dieser Jahreszeit gibt es ja auch reichlich Anschauungsunterricht. Nur der Konfettiregen fehlte, als die Nachwuchs-Basketballer aus Paderborn und Breitengüßbach jubelnd ihre frisch gewonnenen Medaillen als deutsche Meister in die Kameras der Fotografen hielten. Eher missmutig waren vorher die Phoenix Hagen Juniors zur Siegerehrung auf das Parkett der Enervie Arena getrottet, nun klatschten sie eher pflichtgemäß Beifall. Die Gastgeber waren tags zuvor durch die 67:79 (31:39)-Niederlage gegen die Eisbären Bremerhaven im Halbfinale ausgeschieden (siehe Spielbericht unten).

Einen gewissen „Heim-Nachteil“, hatte Kosta Filippou, BG-Trainer und Leiter der Phoenix-Nachwuchsakademie, danach ausgemacht. Denn von der großen Kulisse - knapp 1700 Besucher wollten das Halbfinale sehen - schienen die Hagener weit mehr beeindruckt als die Bremerhavener und agierten übernervös. „Wann hat in Hagen eine Jugend schon einmal vor so vielen Zuschauer gespielt?“, fragte der Phoenix-Aufsichtsrats-Vorsitzende Thomas Haensel eher rhetorisch. Und Filippou befand: „So ein Finale ist schon ein einmaliges Erlebnis, gerade wenn es auch noch zu Hause ist.“ Er weiß das aus eigener Erfahrung, als Spielmacher der B-Jugend von Brandt Hagen gewann er 1994 den deutschen Titel - allerdings damals in der kleinen THG-Halle.

Filippous Meistertrainer damals war Berthold Bisselik, den er am Wochenende wiedersah. Seit zwei Jahren fungiert der 49-Jährige als Leiter der Nachwuchsabteilung des FC Bayern München, die U16-Jungs des Klubs führte er mit einem 65:60-Sieg gegen den TSV Nördlingen ins JBBL-Finale. Dort allerdings ereilte die Nachwuchs-Korbjäger der Klub-Fluch der großen Fußballer - man wurde Zweiter. Mit 88:75 holten die körperlich überlegenen Paderborn Baskets verdient den Titel. Im Gegensatz zu Schweinsteiger, Robben und Co. war Bisselik allerdings zufrieden. „Wir haben eine überragende Saison gespielt“, sagte der Coach aus erfolgreichen Brandt-Zeiten, der erstmals in der ausgebauten Enervie Arena war: „In meiner Fantasie habe ich die Mauern wieder eingezogen und mich an die alten Tage erinnert.“

Nicht nur Bisselik, auch der Rest der großen Basketball-Familie fühlte sich im bunten Trubel beim Top4-Turnier am Ischeland ausgesprochen wohl. Bundesliga-Trainer wie Hagens Gespann Ingo Freyer/Steven Wriedt, Henrik Rödl (Trier) oder Douglas Spradley (Bremerhaven) ließen sich die große Talentschau ebenso wenig entgehen wie die Junioren-Bundestrainer Frank Menz (U20), Kay Blümel (U18) und Harald Stein (U16) oder die Ex-Nationalspieler Henning Harnisch, Ademola Okulaja und Patrick Femerling. Jeweils knapp 2000 Besucher zählte Ausrichter Phoenix an beiden Tagen, sah die Erwartungen damit übertroffen.

„Wir haben nur positives Feedback bekommen“, freute sich Phoenix-Geschäftsführer Oliver Herkelmann, „das Fazit lautet. Mit Hagen kann man solche Veranstaltungen prima machen.“ Die Enervie Arena sei dazu mit Stimmung und Größe ideal geeignet. Dort warten mit dem Damen-Länderspiel gegen Rumänien (16. Juni) und dem Herren-Länderspiel gegen Luxemburg (18. August) auch bereits die nächsten Großereignisse. Und mit Blick auf den eigenen Nachwuchs befand Herkelmann, es sei vielleicht ganz gut, dass man nicht auf den überlegenen Meister TSV Tröster Breitengüßbach (79:65 gegen Bremerhaven) getroffen sei: „Die sind körperlich doch erheblich weiter entwickelt.“ Probiert hätten es die Juniors dennoch sicher gern. . .

Axel Gaiser



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