Phoenix-Coach Freyer lobt Sparks und Constantine
16.01.2012 | 18:05 Uhr 2012-01-16T18:05:00+0100
Bremerhaven/Hagen.Eine Woche Urlaub hatte Trainer Douglas Spradley den Spielern von Basketball-Bundesligist Eisbären Bremerhaven angesichts der Allstar-Pause in Aussicht gestellt. Und ärgerte sich nach der 83:88-Heimniederlage gegen Phoenix Hagen darüber mächtig. Denn seine gedanklich schon auf Pause eingestellten Schützlinge wären in Sachen Siegeswillen und Intensität den Gästen unterlegen gewesen. Diese hatten sich immerhin zwei freie Tage verdient, dann wird an der weiteren Integration von Neuzugang Patrick Sparks gearbeitet.
Die allseits gute Stimmung im Phoenix-Team drohte kurz zu kippen. Der bevorzugte Hamburger-Bräter in Bremerhaven war überfüllt, die enttäuschten Eisbären-Fans aus der Stadthalle waren schneller gewesen. Doch auch da war auf den Kapitän Verlass. Zygimantas Jonusas, nach drei Jahren bei den Eisbären mit bester Ortskenntnis ausgestattet, führte den Team-Bus zum amerikanischen Konkurrenz-Lokal. Und gut genährt konnten sich die Hagener auf die Rückfahrt durch den norddeutschen Nebel machen. „Das war gut für Moral und Selbstbewusstsein“, freute sich Geschäftsführer Oliver Herkelmann, zumal die meisten Rivalen im Tabellenkeller verloren hatten und der Abstand zu den Abstiegsplätzen nun wieder vier Punkte beträgt.
Sparks ist „Top-Performer“
Allgemeines Gesprächsthema bei den nach Bremerhaven mitgereisten Phoenix-Fans war natürlich der starke Auftritt von Neuzugang Patrick Sparks. Den besten Schützen der Hinrunden-Spieltage in der Liga hatten die Hagener häufiger gestellt, zum Auftakt der Rückrunde trug erstmals der „Top-Performer“ in Sachen Assists das lila Phoenix-Auswärtstrikot. 13 Korbvorlagen gab Sparks, diesen Wert hatte auch der in der Liga-Statistik führende Bonner Jared Jordan nur einmal übertroffen. „Es wirkte, als ob Patrick und die Mannschaft schon lange zusammenspielen würden“, staunte Herkelmann und freute sich, dass die neue Rollenverteilung gleich klappte: „Die anderen akzeptieren, dass Sparks der Spielmacher ist und den Ball bringt.“ Coach Ingo Freyer warnte zwar davor, den neuen Mann „in den Himmel zu loben“, bekannte aber auch: „Er hat uns mehr gegeben, als man nach den wenigen Tagen erwarten durfte.“ Auch Center Adam Constantine, der Sparks Vorarbeit vornehmlich mit Dunkings zu seinem bisherigen offensiven Topwert von 15 Punkten nutzte, hob Freyer hervor: „Adam hat uns viel an Körpersprache und Emotionen gegeben.“
Dass sich deshalb der in Bremerhaven pausierende Edward Seward angesichts der acht Ausländer im Kader und eines ebenfalls überzeugenden Jordan Hasquet auf ein dauerhaftes Tribünendasein einrichten muss, davon wollte der Phoenix-Trainer indes nichts wissen. „Das wird von Woche zu Woche entschieden, je nach Gegner und Trainingseindrücken“, sagte Freyer: „Und es kann auch mal einen Kleinen treffen.“
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