Pelka und Ohrmann überzeugen bei 32:26-Sieg

Hagen. Im Nachbarschaftsvergleich der Handball-Landesliga zwischen Volmetal II und Wetter behielten die Hausherren mit 32:26 die Oberhand. Hohenlimburg gewann in Arnsberg 32:21 , Eintracht III holte einen Punkt in Dortmund.

TuS Volmetal II - HSG Wetter/Grundschöttel 32:26 (15:10). Die Szene hatte Symbolcharakter. Auf der Volmetaler Bank ballten die Ersatzspieler die Faust in Richtung Torwart Andreas Pelka, sein Trainer Jörg Bouwain holte ihn kurz zur Bank. Mit einem breiten Grinsen klatschten sich die beiden ab. Pelka, sicherlich einer der Volmetaler Sieggaranten, hatte soeben den nächsten HSG-Angriff zunichte gemacht. Dank seiner Paraden konnten sich die Hausherren nach ausgeglichenem Beginn (3:3, 7. Minute) auf 10:5 (18.) und 13:7 (23.) absetzen. „Uns fehlte in der ersten Hälfte alles“, kommentierte Wetters Trainer Stefan Wildförster den schwachen ersten Durchgang seiner Männer.

Nach dem Wechsel schien die Partie jedoch eine unerwartete Wendung zu nehmen. Innerhalb von drei Minuten schrumpfte der Volmetaler Fünftore-Vorsprung auf ein Tor (15:14, 33.), unerklärliche Fehler reihten sich bei den Gastgebern aneinander. Doch nachdem Bouwain eine schnelle Auszeit nahm, fanden seine Jungs zu ihrem Spiel zurück. Beim 23:18 durch Nico Schnepper war der Pausenvorsprung wieder hergestellt.

Am Ende versuchten die Wetteraner mit einer offensiven Abwehr das Ruder noch einmal herumzureißen, jedoch zu spät aus Sicht des Tabellenschlusslichts. „Es war ein Kampfspiel, sicherlich nicht sonderlich schön anzusehen“, resümierte Volmetals Chefcoach, der neben Pelka auch die Leistung von Michael Ohrmann würdigte. Dass sein Co-Trainer Tim Schneider noch die Rote Karte sah, weil er die Coachingzone kurz vor Schluss verlassen hatte, ging im Volmetaler Siegesjubel fast schon unter.

Volmetal II: Schwarze (9), Schnepper (6), Jozinovic (5), Bürger, Messarius (je 4), Ohrmann (2), Mennes, Kaiser (je 1).

Wetter: Köhrer, Brauer (je 7), Schlabach (4), Reuter (3), Wicher (2), Brauner, Handge, Braune (je 1).

TuS Wellinghofen - VfL Eintracht Hagen III 28:28 (15:11). Die Hagener starteten mit einer offensiven Abwehrausrichtung, die VfL-Trainer Andreas Kuno nach fünf Minuten (0:4) bereits korrigierten musste. Mit der Hereinnahme von Philipp Kowalski und der Rückkehr zum 6:0 stabilisierten sich die Eintrachtler, auch wenn sie zumeist einem Rückstand von drei, vier Toren (4:6, 14:18) hinterherrennen mussten. Erschwerend kam hinzu, dass Simon Uhrmacher früh in der ersten Hälfte die Rote Karte sah, weil er einem Wellinghofener beim Gegenstoß in die Beine fiel. „Eine harte und unberechtigte Entscheidung“, fand Kuno. Fünf Minuten vor Ende lagen seine Männer immer noch mit vier Toren (24:28) zurück, doch dann nahmen die VfLer eine spielentscheidende Umstellung vor.

Gegen zwei Dortmunder Spieler verteidigten die Hagener auf Mann, damit kamen die Gastgeber überhaupt nicht klar. Tragischer Held in einer dramatischen Schlussphase war Levin Cengiz. Erst erzielte er den 28:28-Ausgleich, beim Zurücklaufen rannte er jedoch durch den Anwurfkreis und hinderte die Gastgeber so an einer schnellen ersten Welle. Als Konsequenz sah er Rot.

VfL: Ilper (7), Cengiz, Kowalski (je 5), Gendig, Müller, (je 3), Hoppe (2), Schlotmann, Dahlhaus, Galys (je 1).

TV Arnsberg - HSG Hohenlimburg 21:32 (8:16). Trotz der harzfreien Halle und des Ausfalls von drei Rückraumspielern erledigten die Hohenlimburger ihre Aufgabe souverän und bleiben Spitzenreiter.

Hohenlimburg: Strohhammer (10), Pallasch (6), P. Wittke (4), B. Wittke, Güntner, Marks (je 3), Geisler (2), Hollatz (1).