Para-Badminton-Elite kommt zum Brasberg

Marcel Hörenbaum (vorne) hat die Organisation des Turniers übernommen.
Marcel Hörenbaum (vorne) hat die Organisation des Turniers übernommen.
Foto: Mark Sonneborn
Was wir bereits wissen
Die Badminton-Abteilung des TuS Wengern richtet am 18. und 19. April die Deutschen Meisterschaften im Para-Badminton aus.

Wetter..  Ein ganz besonderer Sport-Leckerbissen wartet am 18. und 19. April nicht nur auf die Mitglieder des TuS Wengern. In der Sporthalle am Brasberg finden die Deutschen Meisterschaften im Para-Badminton statt. Bereits im vergangenen Herbst wurde die Bewerbung auf den Weg gebracht. „Wir haben uns beworben, weil es sonst eben keine Bewerber gab, und da haben wir das Event kurzerhand nach Wetter geholt“, erklärt Marcel Hörenbaum, der als Rollstuhlfahrer in der Badmintonabteilung des TuS Wengern Para-Badminton spielt.

Fußgänger mit Handicap

Die Organisation des großen Turniers hat er selber in die Hand genommen. Die Sporthalle am Brasberg ist für so eine Veranstaltung prädestiniert, ist sie doch völlig eben. Hallenboden, Eingangsbereich und Foyer liegen auf einer Ebene, und auch ein „Rolli-WC“ ist vorhanden. „Wir mussten keine weiteren Vorkehrungen treffen, um die Halle für das Turnier vorzubereiten“, so Hörenbaum. Selber tritt er nur im Doppel an, und zwar mit seinem Partner Youshy Mi. Letztes Jahr bei den Deutschen Meisterschaften in Borken wurde Hörenbaum Dritter. Auch diesmal rechnet er sich einiges aus: „Ich denke, wir können da schon was erreichen.“ Hörenbaum schielt auf den Titel. Um den wird er aber mit voraussichtlich rund 25 Konkurrenten kämpfen müssen, denn mit so vielen Teilnehmern rechnet der Wetteraner. „Auf die Zahl hat es sich in den vergangenen Jahren immer eingependelt. Wir gehen davon aus, dass auch bei uns so viele Rollstuhlfahrer teilnehmen werden.“ Neben den Rollstuhlfahrern spielen aber auch Fußgänger Para-Badminton. „Es gibt auch Fußgänger mit Handicap. Manche können nicht richtig gehen, haben eine Bein- oder Armprothese. Rollstuhlfahrer und Fußgänger spielen allerdings in unterschiedlichen Klassen“, erklärte Hörenbaum.

Der TuS Wengern wird die Organisation der Veranstaltung alleine stemmen können, da ist sich Hörenbaum sicher. Schiedsrichter allerdings werden vom Verband gestellt werden müssen. „Es gibt zwar in den Vorrundenspielen immer wieder Paarungen, die sich darauf einigen, dass sie keinen Schiedsrichter brauchen, aber spätestens ab dem Halbfinale ist ein Schiedsrichter Pflicht“, erklärt Hörenbaum, der nicht nur beim TuS Wengern spielt, sondern auch bei der RGB Dortmund, wo er auch mit dem Sport begonnen hat.

Problematische Parkplatzsituation

An der Sporthalle am Brasberg stimmt für die Deutschen Meisterschaften fast alles. „Nur die Parkplatzsituation ist etwas problematisch. Wir haben nur den einen kleinen Parkplatz an der Halle. Das werden wir dann so regeln, dass den nur die Rollstuhlfahrer nutzen dürfen“, hat Hörenbaum auch dafür schon eine Lösung gefunden, mit der alle Leben können. Gespielt wird am 18. und 19. April auf allen fünf Feldern, die die Halle hergibt. Fünf Schiedsrichter werden vom Verband erwartet. „Es war kein Problem, diese zu bekommen. Allerdings kosten die Schiedsrichter Geld. Nur die Hotelkosten übernimmt der Verband“, so Hörenbaum.