Pannen und Probleme beim Derby

Beim Bezirksliga-Derby gab es auf beiden Seiten ein paar Probleme und Pannen.Am Ende mussten sich der FC Wetter (in Schwarz) und die TSG Herdecke mit jeweils einem Punkt zufrieden geben.Foto:Valentin Dornis
Beim Bezirksliga-Derby gab es auf beiden Seiten ein paar Probleme und Pannen.Am Ende mussten sich der FC Wetter (in Schwarz) und die TSG Herdecke mit jeweils einem Punkt zufrieden geben.Foto:Valentin Dornis
Foto: Valentin Dornis

Herdecke..  In der 90. Minute rechnete Fatih Esbe wohl nicht mehr damit, dass sein FC Wetter mit diesem Spieltag seinen Vorsprung an der Tabellenspitze noch ausbauen würde. Denn sein Team lag im Derby bei der TSG Herdecke mit 1:2 hinten. Doch am Ende kam alles noch ganz anders: Durch ein Herdecker Eigentor in der Nachspielzeit endete die Partie noch 2:2-Unentschieden, Verfolger Hagen 1911 verlor gegen den SV Bommern mit 0:2 und ist nun fünf Punkte zurück.

Zufrieden war Esbe trotzdem nicht: „Herdecke hat heute gezeigt: So spielt man gegen den Tabellenführer. Mit Leidenschaft und Engagement.“

Von Beginn an war die TSG am Drücker, das 1:0 fiel in der 11. Minute. Die Gastgeber waren sogar in Unterzahl, weil Marvin Kleinau abseits des Feldes wegen Nasenblutens behandelt werden musste. Doch nach einem missglückten Rückpass der Wetteraner war Florian Drevermann zur Stelle, überrumpelte FC-Torwart Michael Reike und traf zum 1:0. „Herdecke hat gut verteidigt und uns immer wieder in Zweikämpfe gezwungen“, stellte Esbe fest. Und Herdeckes Trainer Maik Gehrmann sagte: „Wir haben heute gezeigt, dass wir auch vermeintlich stärkere Mannschaften kontrollieren können.“

Nur in der Schlussphase der ersten Hälfte funktionierte bei den Gästen wieder mehr nach vorne, in der 42. Minute schoss Saverio Amoroso den TSG-Torwart Kevin Beinsen an und verwandelte den Nachschuss zum 1:1-Ausgleich.

In der zweiten Halbzeit sorgte wieder ein Fehler in der FC-Defensive für einen Rückstand der Gäste: Torwart Reike rutschte aus, Ismael Marjan umspielte ihn und traf zum 2:1. Ab der 77. Minute war die TSG Herdecke dann nur noch zu zehnt, Mehmet Sahin flog mit Rot vom Platz. In Überzahl warf der FC Wetter alles nach vorne, doch noch immer fehlte die letzte Idee. So war es bezeichnend, dass ein Eigentor durch Herdeckes Antonio Padula den Wetterandern noch einen Punkt rettete.

TSG Herdecke: Beinsen; Tinnemeyer, Isak El Basraoui (81. Zornic), Sahin, Klasvogt, Drevermann (77. Fazlija), Padula, Kleinau (46. Neynaber), Marjan, Wiggershaus, Tursi.

FC Wetter: Reike; Reglinski (46. Borchert), Wanderer, Kauermann (46. Juka), Hamza El Basraoui, Eckhoff, Enow, da Silva, Aygün, Dyballa (27. Buchholz), Amoroso.