Offene Manndeckung ist gegen VfL Eintracht das falsche Mittel

Ben Schütte traf neunmal für den VfL Eintracht in Westerholt. Foto: Michael KLEINRENSING
Ben Schütte traf neunmal für den VfL Eintracht in Westerholt. Foto: Michael KLEINRENSING
Foto: WP Michael Kleinrensing

Westerholt.. Im März waren sie schon ausgeschieden, nun dürfen die Drittliga-Handballer des VfL Eintracht Hagen doch in der nächsten Saison im DHB-Pokal spielen. Da Halbfinalsieger TuS Ferndorf als Neu-Zweitligist automatisch qualifiziert ist, durfte Westfalen noch einen Teilnehmer stellen. Im notwendig gewordenen Entscheidungsspiel machten die Hagener gestern Abend kurzen Prozess und siegten beim Verbandsligisten SV Westerholt überdeutlich mit 50:28 (26:14). „Vor dem Saisonfinale war das ein sehr souveräner Auftritt“, freute sich Eintracht-Trainer Khalid Khan, „immer wenn wir einen Zahn zugelegt haben, konnten wir uns absetzen.“

Das erste Mal war das nach ausgeglichener Anfangsphase, in der die Gastgeber bis zum 3:2 (4. Minute) führten, nach gut 20 Minuten der Fall. Beim 12:15 (21.) war der Verbandsligist noch auf Tuchführung, doch bis zur Pause war nach der Hagener 11:2-Serie die Vorentscheidung schon gefallen. Danach versuchten es die Westerholter mit einem ungewöhnlichen Mittel: In der kompletten zweiten Hälfte (!) versuchten sie, den Favoriten mit offener Manndeckung zu verunsichern. Das funktionierte nicht wirklich. Beim 20:30 (40.) hatte der SV zwar leicht verkürzt, nach dem 22:34 (44.) legten die Gäste - nach dem Wechsel ohne Maciej Dmytruszynski (Zwicken in der Wade) - aber nochmal einen 9:0-Lauf nach. Dabei waren alle VfL-Akteure am Torsegen beteiligt und warfen sich für die Abstiegs-Relegation gegen die TSG Söflingen (Montag, 17 Uhr) warm. „Bis auf zehn Minuten haben wir das sehr gut durchgezogen“, lobte Khan.

Eintracht Hagen: Stange (1.Hz.), Quick (2.Hz.); Wilhelm (9/1), Gurol (2), Lütgenau (5), Majstrenko (1), Dmytruszynski (2), Wulf (4), Schütte (9), Thoke (4), Schulte-Berthold (8), Kraus (6/2).