Neuner-Teams auf unterster Ebene möglich

In den unteren Fußball-Ligen erlaubt der Verband neuerdings Spiele mit Neuner-Mannschaften.Das letzte Wort haben die Kreise. In Hagen wird am Samstag beim Staffeltag über das „Norweger Modell“ diskutiert.
In den unteren Fußball-Ligen erlaubt der Verband neuerdings Spiele mit Neuner-Mannschaften.Das letzte Wort haben die Kreise. In Hagen wird am Samstag beim Staffeltag über das „Norweger Modell“ diskutiert.
Foto: Valentin Dornis

Hagen..  Wenn am kommenden Samstag, 11. Juli, im Vereinsheim des TSV Fichte Hagen ab 11 Uhr der Staffeltag des Fußball-Kreises Hagen/Ennepe-Ruhr stattfindet, wird das „Norweger Modell“ ein Thema sein. Der Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) hat seine Zulassung beschlossen. Den Kreisen wurde sogar empfohlen, es auf unterster Ebene, also in den Männer C- und D-Ligen sowie den Frauen-Kreisligen, umzusetzen. Das letzte Wort haben die Kreise jedoch selbst.

Das „Norweger Modell“ gestattet es Fußballteams, mit Neuner-Mannschaften (einschließlich Torwart) am Spielbetrieb teilzunehmen. Der Gegner darf dann auch nur zu neunt antreten. Grund der optionalen Neuregelung ist der demographische Wandel. Für viele Vereine wird es immer schwieriger, genug Spieler für Elfer-Mannschaften zu rekrutieren.

In den westfälischen Fußballkreisen findet das neue Angebot ein unterschiedliches Echo. „Dass das Norweger Modell bei uns in der Frauen-Kreisliga eingeführt wird, könnte ich mir vorstellen“, sagt der Hagener Kreisvorsitzende Peter Alexander. Staffelleiter Michael van Osten sei dafür. Schließlich kommt es auf dieser Ebene oft vor, dass Teams mit weniger als elf Spielerinnen auflaufen und dann in der Regel chancenlos sind.

Bei den Herren sieht Alexander Neuner-Teams eher skeptisch. „In den C-Ligen spielen viele ältere Akteure und das Spielfeld bleibt ja gleich groß“, so seine Begründung. „Wenn die Spieler noch mehr laufen müssen, wird das mehr Belastungstest als Fußball.“ Gleichwohl sollen die Vereine beim Staffeltag am Samstag befragt werden.