Neue Duschen statt alter Rohre

FC-Vorstandsmitglied Jens Verduin zeigt, warum nach dem Legionellen-Befund eine neue Anlage nötig war.
FC-Vorstandsmitglied Jens Verduin zeigt, warum nach dem Legionellen-Befund eine neue Anlage nötig war.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Nach dem Legionellen-Befall wurde das Vereinsheim des FC Herdecke-Ende saniert. Stadt und Verein verhandeln jetzt über die zukünftige Verantwortlichkeit.

Herdecke..  Am Kalkheck war das Duschen wohl noch nie so angenehm: Nach fast einem Jahr voller Probleme mit Legionellen-Befall, Sanierung und Ausweich-Container kehrt die Normalität ins Vereinsheim des FC Herdecke-Ende zurück.

„Die Dusch-Container sind mittlerweile abtransportiert worden, und wir können die Duschräume wieder normal nutzen“, sagte der FC-Vorsitzende Norbert Ramm. Rückblickend sei es zwar eine anstrengende Zeit gewesen, doch die Zusammenarbeit mit der Stadt und den Firmen, die mit der Renovierung beauftragt waren, habe gut funktioniert.

Verein hat ein Konzept erarbeitet

Das bestätigte auch Dennis Osberg, Pressesprecher der Stadt Herdecke: „Die Zusammenarbeit hat außergewöhnlich reibungslos geklappt“, erklärte er, „sonst passiert es häufig, dass beide Seiten unterschiedliche Ansichten haben, und dann wird es kompliziert.“

Die gute Kooperation lasse auch für die Zukunft hoffen. Denn Stadt und Verein wollen noch darüber verhandeln, ob der FC Herdecke-Ende mehr Verantwortung für das Gebäude übernehmen soll, das im Besitz der Stadt ist.

Einen genauen Zeitplan gibt es dafür nicht, allerdings könnten Stadt und Verein schon in der kommenden Woche zusammenkommen. „Dann wollen wir ins Detail gehen“, kündigte der FC-Vorsitzende Ramm an. Denn der Verein habe ein Konzept erarbeitet, das die Nutzung und Finanzierung der Anlage am Kalkheck umfasse. „Für uns hängen der Platz und das Vereinsheim in der Planung nämlich zusammen“, so Ramm. Die Mitgliederversammlung des Vereins hatte beschlossen, einen zweiten Kunstrasen anstelle des bisherigen Ascheplatzes zu bauen.

Beide haben das gleiche Ziel

Der soll dann für das Jugendtraining und die Meisterschaftsspiele von den Minikickern bis zur D-Jugend genutzt werden. Einen groben Entwurf eines Konzeptes habe es schon gegeben, jetzt würden die Planungen genauer: „Unsere Mitgliederversammlung hat zum Beispiel eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge zur Finanzierung des Platzes beschlossen“, so Ramm.

Eine gute Voraussetzung sei, dass Stadt und Verein das gleiche Ziel hätten. „Beide wollen möglichst Kosten sparen. Wir können als Verein unseren Beitrag dazu leisten.“ In Bezug auf das Vereinsheim bedeutet das zum Beispiel, Gartenarbeit oder Anstriche durch Ehrenamtliche machen zu lassen. „Wir machen auch jetzt schon ein- bis zweimal im Jahr Aktionen, um die Anlage auf Vordermann zu bringen“, sagt Ramm. Sein Ansprechpartner bei der Stadt ist der Beigeordnete Frank Zagler.

Auch mit einem zweiten Kunstrasenplatz will der FC Herdecke-Ende übrigens weiter mit anderen Vereinen zusammenarbeiten. „Wir haben in der Vergangenheit unseren Platz auch schon mal anderen Mannschaften für Spiele zur Verfügung gestellt“, sagt Norbert Ramm. Mit einem Kunstrasenplatz direkt am renovierten Vereinsheim habe man dann auch ideale Bedingungen für das, worum es dem Verein eigentlich geht: das Fußballspielen.