Neff: Drittliga-Erhalt ist kein unmögliches Vorhaben

Am 10. Oktober tritt Kevin Herzog mit Handball-Drittliga-Aufsteiger TuS Volmetal in der Sporthalle am Volmewehr gegen seinen Ex-Klub SG Schalksmühle-Halver an.Foto:Michael Kleinrensing
Am 10. Oktober tritt Kevin Herzog mit Handball-Drittliga-Aufsteiger TuS Volmetal in der Sporthalle am Volmewehr gegen seinen Ex-Klub SG Schalksmühle-Halver an.Foto:Michael Kleinrensing
Foto: WP Michael Kleinrensing

Hagen..  Die Spannung beim Handball-Drittligisten TuS Volmetal steigt. Nach einem mit 27:16 (13:9) gewonnenen Testspiel bei Neu-Verbandsligist HSG Hohenlimburg übt Trainer Stefan Neff mit seinen Schützlingen erst einmal bis zum 12. Juli. Es folgt eine Pause bis zum 24. Juli, bevor die heiße Vorbereitungsphase für die Ende August in Korschenbroich beginnende erste Drittligasaison startet.

Individuelle Arbeit und Athletik stehen bei einem Trainingslager in heimischen Gefilden im Vordergrund. Am 29. Juli beginnt mit einem Gastspiel beim Zweitligisten TuS Ferndorf die Reihe der Freundschaftsspiele und Turniere. Am 1. August treten die Neff-Schützlinge gegen den VfL Eintracht Hagen an. Einen Tage später ist in Menden ein Dreier-Turnier mit Verbandsligist SuS Oberaden und Oberligist HSG Menden-Lendringsen vorgesehen. Das Turnier um den Kronen-Cup des TuS Hombruch schließt sich am 9. August an.

Um den Vormann-Cup spielt der TuS Volmetal mit den Teams des VfL Eintracht Hagen II und TuS Bommern am 15. August in der Sporthalle an der Volme. Die Generalprobe für den neuen Drittligisten findet am 22. August beim Oberligisten ART Düsseldorf statt. Eine Woche später, am Freitag, 28. August, steht das erste Meisterschaftsspiel beim TV Korschenbroich an, vergangene Saison Sechster mit einem positiven Punktverhältnis.

Volmetals Übungsleiter Stefan Neff ist auf die neue Umgebung genauso gespannt wie sein gesamter Kader, der aktuell 19 Spieler umfasst. Sydney Quick, Manuel Treude, Frederik Kowalski, Silas Kaufmann, Philipp Brüggemann, Philipp Dommermuth, Dominik Domaschk, Dennis Domaschk, Thorben Schepers, Kevin Herzog, Niklas Polakovs, Niko Kötter, Luka Sackmann haben schon in der letzten Saison beim TuS gespielt. Neu beim Aufsteiger sind Thimo Kirsch vom Drittligisten TS Großburgwedel, Thomas Kersebaum (zurück vom SV Westerholt), Jan Stuhldreher von der HSG Menden-Lendringsen und Timon Schliepkorte aus dem eigenen Nachwuchs. Nur Felix Bauer, der nach Hohenlimburg zurückkehrte, hat den TuS Volmetal verlassen.

„Für uns gibt es nur das Ziel Klassenerhalt“, ist die unmissverständliche Aussage von Trainer Stefan Neff, der bei den Volmetalern in seine vierte Saison geht. Also muss der TuS mindestens drei Drittligamannschaften hinter sich lassen. „Kein unmögliches Vorhaben“, sagt Neff, der glaubt, dass seine Mannschaft mit einigen anderen Teams auf Augenhöhe sein wird. Dies könnten die Teams des Soester TV, die HSG Gummersbach/Derschlag und die Aufsteiger Longericher SC und ATSV Habenhausen sein.

Seine Hausaufgaben hat auch der Vorstand gemacht. „Ein WLAN-Anschluss in der Halle, ein Laptop und ein Drucker müssen vorhanden sein“, erläutert Volmetals Handball- Chef Andrè Blümel, der in der Spielstätte immer vier Plätze reservieren muss: „Zwei für den Deutschen Handball-Bund und je einen für die offizielle Aufsicht und den Schiedsrichter-Beobachter.“ Weiterhin ist in der 3. Liga auch ein neutrales Kampfgericht anwesend. Das Spielfeld muss immer einen Stunde vor dem Anpfiff verfügbar sein.

4100 Fahrtkilometer warten

Dass immer alle vier Senioren- Mannschaften des TuS hintereinander spielen, gehört der Vergangenheit. Nicht zuletzt deshalb, weil die 3. Liga nach einem anderen Spielplanmuster als die Oberliga spielt. „Neun Spieltage wird es aber noch mit allen TuS-Mannschaften geben“, darauf freut sich Andrè Blümel jetzt schon.

Keine Freude bereiten die gestiegenen Kosten für Schiedsrichter und Kampfgericht. Auch die Reisekosten werden spürbar ansteigen. In der Oberliga waren ca. 2400 Kilometer zurückzulegen, in der neuen Umgebung werden es rund 4100 Kilometer sein. Die weitesten Reisen muss der „Dorfverein“ von der Volme nach Fredenbeck und Aurich bewältigen, jeweils mehr als 600 Kilometer hin und zurück. Gegen Varel-Friesland und Habenhausen sind es mehr als 500 Kilometer. Die Anzahl der Spiele erhöht sich von 26 auf 30.

Geblieben ist ein Lokalderby. War es in der Oberliga das Spiel gegen den VfL Eintracht Hagen II, so freut man sich in der neuen Umgebung besonders auf die SG Schalksmühle- Halver, die am 10. Oktober ihre Visitenkarte in der Volmetaler Sporthalle abgeben wird.