„Naming-Right“ am Supercup

Dass Sportveranstaltungen, Vereine, ja ganze Ligen durch die Integration von Sponsorennamen umbenannt werden, daran hat man sich gewöhnen müssen. Wenn der Städtename wegfällt und nur noch die Nennung des Sponsors übrig bleibt, dann muss man Insider sein, um die Vereine identifizieren zu können. Wahrscheinlich wissen in Hagen nicht einmal alle Basketballfreunde, wohin die „finke baskets“ und die „BSW Sixers“, wie sie in ihrer Zweit- bzw. Drittliga-Tabelle geführt werden, gehören.

Apropos Basketball: Nicht nur die Bundesliga, die sich Beko-BBL nennt, ist in dieser Beziehung fortschrittlich, auch der Deutsche Basketball Bund (DBB) geht voran. Der Supercup für Nationalmannschaften, der im August im Hamburg zum 29. Mal ausgespielt wird, heißt bis 2016 ERGO-Supercup. Im Gegenzug weitet die namensgebende Versicherungsgruppe ihr Engagement als DBB-Partner aus.

In einer Pressemitteilung zählt der nationale Verband der Korbjäger auf, wie der Sponsor in Erscheinung tritt. Unter anderem mit „Promotion“, „Hospitality“ und als „Event Sponsor Germany“ der EuroBasket-Vorrunde 2015 in Berlin. Und jetzt auch noch mit dem „Naming-Right“ am Supercup, wie es im „DBB-Newsletter Nr. 59/2015“ heißt.

Wahrscheinlich, damit auch die vielen amerikanischen Bundesligaspieler verstehen, wovon die Rede ist. Rainer Hofeditz