Nach Sieg gegen Phoenix ist Ulm Erster
27.11.2011 | 22:20 Uhr 2011-11-27T22:20:00+0100
Ulm/Hagen.„Hagen hat eine couragierte Leistung gebracht.“ Lob für die Bundesliga-Basketballer von Phoenix Hagen gab es von Thorsten Leibenath, Trainer des gastgebenden Teams ratiopharm Ulm. Punkte brachten die Feuervögel nicht von der Donau mit. Ulm siegte mit 86:74 (37:34).
„Ulm hat verdient gewonnen.“ Phoenix-Coach Ingo Freyer erwies sich als fairer Verlierer und stellte fest: „Wir waren am Ende nicht mehr aggressiv genug.“ Das hatte in der ersten Halbzeit noch anders ausgesehen. Zwar erwischten die Gastgeber beim letzten Spiel in der Kuhberghalle - demnächst wird in einer neuen Arena mit 6700 Plätzen gespielt - den besseren Start (10:4), aber Phoenix ließ sich davon nicht beeindrucken. Vor allem zwei Akteure wollten beim Hallen-Abschiedsspiel nicht nur Staffage sein: T.J. Carter und Bernd Kruel, nach Eddie Sewards Handverletzung einzig übrig gebliebener Brettcenter im Hagener Team, punkteten abwechselnd und führten ihr Team heran. Beim 12:12 war erstmals der Ausgleich erreicht, beim 16:16 lagen auch Kruel und Carter gleichauf: Beide hatten acht Punkte erzielt. T.J. legte kurz danach zwei weitere Zähler zum 18:18 nach.
Als sich im zweiten Viertel auch noch Brandon Brooks an der Hagener Punktejagd beteiligte, gingen die Feuervögel durch seinen Dreier in der 15. Minute sogar einmal in Führung (27:26). Es sollte der einzige Vorsprung im ganzen Spiel bleiben. Andererseits war zur Pause alles offen.
Auch zwei Minuten vor Ende des dritten Abschnitts lag Phoenix bei einem Spielstand von 56:50 immer noch auf Schlagdistanz. Der gebürtige Hagener Per Günther, in Halbzeit eins von Tristan Blackwood gut verteidigt und punktlos, hatte Anfang des dritten Viertels jene sechs Zähler erzielt, um die Ulm zu diesem Zeitpunkt besser war. „Dann gab es zwei, drei Szenen, die uns den Anschluss gekostet haben“, bilanzierte Ingo Freyer. „Ein Dreier, ein Dunking mit Foul - und wir treffen auf der anderen Seite nicht.“
Jason Crowe fand überhaupt nicht ins Spiel
Ein „Knackpunkt“, so der Phoenix-Coach, von dem sich sein Team nicht mehr entscheidend erholen sollte. Zumal nicht nur Eddie Seward fehlte, sondern ein weiterer Amerikaner kein Faktor war: Jason Crowe, zweimal gebracht, fand überhaupt nicht ins Spiel und wurde schnell wieder auf die Bank geholt. Drei vergebene Dreier, ein Ballverlust wies am Ende seine Bilanz nach 4:52 Minuten Spielzeit aus. „Natürlich kann damit keiner zufrieden sein“, so Ingo Freyer, „ich nicht und er nicht, wir werden reden.“
Da auch die Kollegen nicht frei von Fehlern waren, zogen die Ulmer als Spitzenreiter nach 25 Jahren aus der Kuhberghalle aus. Der bisherige Primus Bamberg trat erst am Sonntag bei Phoenix-Konkurrent Gießen an - und verlor.
ratiopharm Ulm: Swann (19, 4/7 Dreier), Günther (8), Esterkamp (4), Watts (11, 8 Rebounds), Bryant (14, 8 Rebounds), Mason-Griffin (7), Betz (1), Oladipo (1), Wenzl, Heberlein (1), Trice (13), Nankivil (5). - Phoenix Hagen: Jonusas (7, 0/5 Dreier, 7 Rebounds), Blackwood (8, 2/5 Dreier), Carter (22, 1/4 Dreier), Rockmann, Brooks (16, 2/4 Dreier, 7 Rebounds), Wilkins, Spohr, Crowe (0/3 Dreier).
Viertel: 21:20, 16:14, 25:18, 24:20.
Teamstatistik: 44,4:41,5 % Wurfquote, 7/16:6/24 Dreier, 23/29:12/13 Freiwürfe, 40:33 Rebounds, 15:16 Ballverluste, 17:13 Assists, 6:5 Ballgewinne.
Zuschauer: 3000.
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