Nach Pleiten in Berlin bangt TSV Hagen 1860 noch

Die Auswahlakteure Ole Schachtsiek und Olaf Machelett (von links), die in Berlin wegen Erkrankungen fehlten, gehören am Samstag beim Saisonfinale gegen Kredenbach-Lohe wieder zum TSV-Kader.Foto:Michael Kleinrensing
Die Auswahlakteure Ole Schachtsiek und Olaf Machelett (von links), die in Berlin wegen Erkrankungen fehlten, gehören am Samstag beim Saisonfinale gegen Kredenbach-Lohe wieder zum TSV-Kader.Foto:Michael Kleinrensing
Foto: WP Michael Kleinrensing

Hagen..  Mittelfristig, da macht sich Abteilungsleiter Dirk Schachtsiek wenig Sorgen, wollen sich die Faustballer des TSV Hagen 1860 in der Bundesliga nach oben orientieren. Kurzfristig jedoch wird Abstiegskampf ganz groß geschrieben. Vor dem letzten Saisonspiel in der Hallenbundesliga Nord, in dem am Samstag ab 16 Uhr der TV Kredenbach-Lohe finaler Kontrahent in Wehringhausen ist, sind die Sechziger noch nicht in Sicherheit.

Eigentlich wollte die Truppe aus der Hoheleye schon am Karnevalswochenende den Klassenerhalt feiern. Doch beim Doppelspieltag in der Hauptstadt blieb der viermalige Weltpokalsieger punktlos. Beim Tabellenzweiten VfK Berlin hatte sich der Drittletzte wenig ausgerechnet, die glatte 0:5-Schlappe überraschte nicht. Aber tags darauf beim Tabellenvorletzten SG Stern Kaulsdorf, eine Mannschaft aus dem früheren Ost-Berlin, sollte der entscheidende Sieg geschafft werden. Stattdessen gab es eine 3:5-Pleite, die den siegreichen Gegner noch ein bisschen hoffen und die Verlierer etwas bangen lässt. Man weiß ja nie . . .

Wenn alles einigermaßen normal läuft, dann wird die Saison am Samstag zwar kein gutes, aber auch kein katastrophales Ende nehmen. Der 1860-Gegner Kredenbach-Lohe, ein Aufsteiger aus dem Siegerland, hat in 13 Spielen nur einen Sieg eingefahren und steht schon vor dem letzten Spieltag als Absteiger fest. Kaulsdorf dagegen tritt beim Tabellenzweiten VfK Berlin an und scheint damit die weitaus schwierigere Aufgabe zu haben. Indes: „Der VfK steht als Zweiter fest. Ich glaube es zwar nicht, aber ganz ausschließen kann man es auch nicht, dass die ihrem Nachbarn Schützenhilfe leisten“, sagt Dirk Schachtsiek.

Unter diesen Umständen ist es etwas beruhigend, dass man selbst gegen Kredenbach noch nicht einmal gewinnen, sondern nur drei Sätze holen muss, um unabhängig vom Ausgang des Berliner Derbys auf der sicheren Seite zu sein. Auch die Tatsache, dass die zuletzt erkrankt fehlenden Olaf Machelett und Ole Schachtsiek ins Team zurückkehren, vergrößert die Hoffnung. Sollte es unter diesen Vorzeichen nicht zum Gewinn dreier Sätze gegen das schon abgestiegene Schlusslicht reichen, „dann haben wir in der ersten Liga wohl auch nichts verloren“, muss Dirk Schachtsiek zugeben.

Zwei Angreifer nicht ohne Weiteres zu ersetzen

Eigentlich wollten die TSV-Faustballer schon in dieser Hallenbundesliga-Saison höher hinaus. Aber das langfristige Fehlen der Angreifer Florian Sonfeld (Schulterverletzung) und Stefan Bösch (Auslandssemester) erwies sich als zu schwere Bürde.