Nach 9:8 im fünften Satz wieder Verlierer-Frust bei Chiang

Foto: WP Michael Kleinrensing

Hagen..  Nach dem Spiel war vor dem Spiel. „Schade, heute hätten wir einen Big-Point holen können“, resümierte Ricardo Walther, Spitzenspieler des Tischtennis-Bundesligisten TTC Hagen, nach der hauchdünnen 2:3-Niederlage gegen Rekordmeister Borussia Düsseldorf treffend. „Aber nächsten Sonntag im nächsten Heimspiel wird ein Sieg noch wichtiger.“ Dann ist ab 15 Uhr mit dem TTC Frickenhausen das punktgleiche Schlusslicht in der Enervie Arena zu Gast. Der Weg zum sportlichen Klassenerhalt führt nur über einen Erfolg gegen den aktuellen Liga-Letzten. Schließlich ist auch noch der zwei Zähler bessere Post SV Mühlhausen zu überflügeln, um auf die sichere Seite zu kommen.

Platz acht, wie im Vorjahr, ist das erklärte Ziel. Dass es möglicherweise überhaupt keinen sportlichen Absteiger gibt, ist denkbar, aber keinesfalls sicher. Zwar hat der Tabellenletzte Frickenhausen vor knapp drei Wochen erklärt, sein Team zum Saisonende aus finanziellen Gründen zurückziehen zu wollen. „Aber inzwischen hört man auch schon wieder, dass sich dort neue Sponsoren formieren“, wusste Horst Bartelmeß, Bundesliga-Beauftragter des TTC Hagen, am Rande des Spiels gegen Düsseldorf zu berichten.

So oder so: Stichtag ist der 27. Februar. Bis dahin müssen die Erst- und Zweitliga-Klubs erklären, ob sie bei einer sportlichen Qualifikation im Oberhaus antreten werden. Von den Zweitligisten hat bisher nur der aktuelle Tabellenführer ASV Grünwettersbach Interesse angemeldet. Bleibt es dabei und zieht Frickenhausen sein Erstliga-Team zurück, gibt es keinen anderen Absteiger.

„Mit dem Abstieg werden wir in dieser Saison nichts zu tun haben“, hatte Horst Bartelmeß vor dieser Spielzeit optimistisch erklärt. Da hatte er allerdings eine spielstarke Nummer 1 auf der Rechnung. Erst verzögerte sich die Einreise des neuen Taiwanesen Hung-Chieh Chiang wochenlang, weil das Visum fehlte, dann wurde er den Erwartungen nicht gerecht. Zehn Bundesliga-Spiele, zehn Niederlagen sind die traurige Bilanz. Dabei spielte der 25-Jährige am Sonntag vor allem im Abschluss-Match gegen den Inder Achanta richtig gut. Wer 9:8 im fünften Satz führt, ist nicht schlechter als der Gegner. Doch am Ende stand die zehnte Niederlage. Nächster Anlauf: Frickenhausen!