Mit überragendem Fuhrmann lässt TuS Breckerfeld Spitzenreiter stolpern

Mit 35 Punkten überragte Felix Fuhrmann beim  Breckerfelder Sieg über Spitzenreiter BG Biggesee.Foto:Michael Kleinrensing
Mit 35 Punkten überragte Felix Fuhrmann beim Breckerfelder Sieg über Spitzenreiter BG Biggesee.Foto:Michael Kleinrensing
Foto: WP Michael Kleinrensing

Hagen..  In Breckerfeld wurde der Überraschungssieg gefeiert, in Haspe die Tabellenführung bejubelt und die BG-Reserve durfte in Eilpe nach einer Niederlagenserie wieder aufatmen: Die heimischen Basketball-Zweitregionalligisten waren am Wochenende allesamt erfolgreich.

TuS Breckerfeld - BG Biggesee 83:72 (45:37). Der Jubel nach dem Schlusspfiff war riesig. Die Spieler umarmten sich, die Fans klatschten sich die Hände wund. Es war ein besonderer Abend in Breckerfeld. Man hatte nicht nur den Ligaprimus unerwartet geschlagen, sondern auch sich und seinen Anhängern bewiesen, was in diesem Team eigentlich steckt. „Die Jungs haben gezeigt, dass sie auch mal vernünftig spielen können“, sagte TuS-Coach Falk Möller mit einem Augenzwinkern. Aus dem alles überragenden Topscorer Felix Fuhrmann (35 Punkte) sprach ein Stück weit Erleichterung: „Die ganzen Niederlagen sind mir gerade echt egal. So ein Sieg tut uns allen einfach gut.“

Die Hansestädter waren von Beginn an die spielbestimmende Mannschaft und hatten stets einen kleinen Vorsprung. Der bisherige Spitzenreiter hatte im ganzen Spiel keine Antwort auf Fuhrmann, der immer wieder Löcher in die Verteidigung riss. Offensiv überzeugte auch US-Amerikaner Rilwan Bakare (18), der kräftig von seinem aus den USA angereisten Vater angefeuert wurde. „Entscheidend war unsere gute Verteidigung. Vorne haben wir konsequent unsere Würfe getroffen. Wir haben einfach clever gespielt“, resümierte Möller.

TuS: Fuhrmann (35), Bakare (18), Poerschke (9), Lungwitz (8), Bleck (7), Köppen (3), Dukatz (2), Burges (1), Laufmann, Schladofski.

BG Hagen II - UBC Münster II 63:61 (35:29). Nach drei Schlappen in Folge gelang der BG wieder ein Erfolg, ein fader Beigeschmack blieb dennoch. Denn gegen den Vorletzten aus Münster kontrollierte das Team von Tome Zdravevski 30 Minuten das Geschehen, ehe es im letzten Viertel komplett einbrach. In der 30. Minute führte man noch mit 55:41, acht Minuten später war Münster auf 60:57 heran gekommen. „Völlig unerklärlich. Wir haben die Bälle nur noch nervös weggeschmissen“, ärgerte sich Zdravevski. Allerdings war Münster nicht treffsicher genug, um daraus Kapital zu schlagen.

BG II: Zahner-Gothen (13), Boulaich, Stivachtis, Koch, Schlink (4), Weinhold (13), Kortenbreer (8), Scheibe (5), Simanovic, Bowser (30).

SV Haspe 70 - Finke Baskets Paderborn II 72:60 (35:38). „Das war nicht so berauschend.“ Haspes Trainer Uli Overhoff hatte von seiner Truppe schon bessere Spiele gesehen. Gegen die jungen Paderborner hatten die 70er einige Probleme, konnten die Partie aber dank eines richtig starken dritten Viertels gewinnen.

Vor allem mit den großen Spielern der Ostwestfalen kam Haspe nicht zurecht. Nachdem ein Paderborner Center zehn Punkte in Folge (!) markierte, kam das Overhoff-Team mit 32:38 (19.) ins Hintertreffen. Erst nach der Halbzeitpause gelang es dem SV, seine Stärken durchzusetzen. Mit druckvoller Verteidigung und vielen Fastbreak-Punkten gewannen die Gastgeber, die nach Biggesees Pleite die Tabellenführung übernahmen, den dritten Abschnitt mit 25:4. Besonders Oscar Luchterhandt und Michael Marscheider setzten in dieser Phase die wichtigen Akzente.

Haspe: Wolf (5), Dennis (5), Luchterhandt (18), Tomann (3), Toptan (5), Wasielewski (8), Marscheider (26), Spitale (2), Urban.