Mit Sparks will sich Phoenix Hagen bei Eisbären revanchieren
13.01.2012 | 18:49 Uhr 2012-01-13T18:49:00+0100
Hagen. Der Rückrundenspielplan macht es möglich: Wie bereits vergangene Woche trifft Phoenix Hagen am Sonntag wieder auf die Eisbären Bremerhaven. Zuletzt gab es dabei eine 88:96-Niederlage, mit Neuzugang Sparks soll das am Sonntag aber besser laufen.
Play-Offs haben die Basketballer von Phoenix Hagen in der siebeneinhalbjährigen Klubgeschichte noch nie gespielt. Ein bisschen Playoff-Gefühl erfahren sie indes am Sonntag, der umgemodelte Bundesliga-Spielplan macht es möglich: Nur sieben Tage nach der 88:96-Hinrundenniederlage gegen die Eisbären Bremerhaven treten sie bereits am Sonntag um 16 Uhr zum „Rückspiel“ an der Nordsee an.
Spielberechtigung von Neuzugang Sparks ist eigetroffen
Nach der Jahrzehnte üblichen Arithmetik hätte Phoenix daheim gegen die New Yorker Phantoms Braunschweig die Rückrunde eröffnen müssen, denn bei den Niedersachsen startete man im Oktober auch in die Saison. Doch in der Spielzeit 2011/12 ist im Basketball-Oberhaus alles anders, der Rückrundenspielplan wurde komplett unabhängig von der Hinserie gestaltet, es galten andere Prioritäten wie die Verfügbarkeit einzelner Hallen. So steht nicht nur morgen das Duell Hagen - Bremerhaven schon wieder auf dem Programm, auch mit den Artland Dragons und den Telekom Baskets Bonn treffen sich heute zwei Duellanten des letzten Wochenendes.
Gleiche Paarung heißt aber nicht auch automatisch gleiche Teams. Zwar müssen die Gastgeber weiter auf die schon in Hagen fehlenden Torrell Martin und Jason Cain verzichten, Phoenix dagegen setzt auf die lang gesuchte Verstärkung: Die Spielberechtigung von Neuzugang Patrick Sparks ist eingetroffen, der US-Aufbauspieler soll in der Stadthalle Bremerhaven sein Debüt geben. „Patrick hat sich gut eingefügt“, sagt Trainer Ingo Freyer, der die Uneigennützigkeit des 28-jährigen Amerikaners hervorhebt: „Er kann gut werfen, sieht aber zuerst auf den Pass.“ Ein Konditions-Rückstand wurde bei Sparks nicht festgestellt, allerdings fehlt es dem zuletzt im Frühjahr 2011 für BC Odessa aktiven Spielmacher zweifellos an Wettkampf-Praxis.
Zahl der Ballverluste soll reduziert werden
„Das war auch nicht anders, als Chase Griffin, Michael Jordan oder John Turek kamen - und hat doch relativ schnell gut geklappt“, verweist Geschäftsführer Oliver Herkelmann auf frühere Fälle. Die der Bremerhaven-Partie folgende zweiwöchige Pause wegen des Allstar-Tags kommt Phoenix gleichwohl zur weiteren Einbindung von Sparks gelegen. Zumal sein Mitwirken, so Freyer, auch „eine Umstellung für das Team“ bedeute. „Wenn Sparks auf dem Feld ist, wird er grundsätzlich den Ball bringen. Und es wird nicht mehr der ganz wilde Run-and-Gun-Stil gespielt“, glaubt Herkelmann.
Was auch die Zahl der Ballverluste, in der Endphase gegen die Eisbären fatal, reduzieren könnte. „Wir müssen besser mit dem Ball umgehen und in den wichtigen Phasen bessere Entscheidungen treffen“, nennt Herkelmann die Faktoren, um wie im Vorjahr in Bremerhaven zu gewinnen. Dabei muss Freyer erstmals einen der mittlerweile acht Ausländer im Kader pausieren lassen. Seine Entscheidung sei getroffen, bekannte der Coach, er will sie aber erst kurzfristig bekanntgeben. Erster Kandidat könnte Jordan Hasquet sein, der beim ersten Aufeinandertreffen mit den Eisbären von den Hagener Importspielern mit Abstand am wenigsten Spielzeit erhielt.
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