Mit Ruben Köhrer soll der Klassenerhalt her

Ruben Köhrer
Ruben Köhrer
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Was wir bereits wissen
Die HSG Wetter/Grundschöttel hat sich in der Winterpause mit Ruben Köhrer aus Gevelsberg verstärkt und will nun den Klassenerhalt schaffen

Wetter..  Die HSG Wetter/Grundschöttel kämpft in der Handball-Landesliga um den Klassenerhalt. Das Team von Trainer Stefan Wildförster steht derzeit auf dem letzten Tabellenplatz und startete mit 0:10 Punkten in die Saison. All das liest sich dramatisch, aber mit ein wenig Glück hätte die Saison nach dem Aufstieg auch anders beginnen können: Zum Auftakt verlor die HSG gegen Mitfavorit SG Schalksmühle-Halver II knapp und in letzter Sekunde mit 29:30. „Das waren leichtfertig hergeschenkte Punkte. Mit einem Erfolgserlebnis zum Auftrakt hätte die ganze Sache gut und gerne auch ein Selbstläufer werden können“, bilanzierte HSG-Geschäftsführer Ken Baltruschat.

Erst nach fünf Niederlagen in Folge sammelten die Handballer aus Wetter den ersten Punkt ein – 25:25 gegen die HSG Lüdenscheid. Nur während in Lüdenscheid mittlerweile Unruhe eingekehrt ist – Trainer Davor Fath schmiss die Brocken hin, nachdem bekannt wurde, dass in der kommenden Saison ohne ihn geplant wird – steht man in Wetter als Kollektiv zusammen. Mannschaft, Trainer und Vorstand ziehen an einem Strang. Mit dieser Kontinuität stieg die HSG in die Landesliga auf, und mit dieser Kontinuität soll auch der Klassenerhalt geschafft werden.

„Klar könnte unser Tabellenplatz besser aussehen. Das hatten wir uns auch anders vorgestellt. Uns haben in der Vergangenheit manchmal die einfachen Tore gefehlt. Auch das Umschaltverhalten war in der Hinrunde verbesserungswürdig. Aber das ist besser geworden“, betont Baltruschat. In der Winterpause bekam das Wildförster-Team Verstärkung. Ruben Köhrer stieß aus Gevelsberg zum Wetter-Kollektiv. Mit dem schnellen 24-jährigen Linksaußen, der in Gevelsberg die Vorbereitung mit dem Oberliga-Team bestritt, hat das Angriffsspiel eine ganz andere Qualität bekommen. Sein Debüt im Dress der HSG feierte er am 18. Januar beim Auswärtsspiel in Schwitten. Mit acht Toren überzeugte er direkt.

Achtungserfolg gegen Wellinghofen

Im Rückspiel gegen Schalksmühle machte es die HSG besser und siegte 30:26. Köhrer traf neun Mal. Mit diesem Sieg meldeten sich die Wetteraner eindrucksvoll zurück und auch die Niederlage im letzten Heimspiel gegen Wellinghofen (24:29) ist ein kleiner Achtungserfolg. Punkten aber muss die HSG am Samstag im beim Mitaufsteiger TuS Volmetal II. „Das Hinspiel war unser mit Abstand schlechtestes Spiel der Hinrunde“, erinnert sich der Geschäftsführer nur ungern an die 20:32-Pleite in eigener Halle zurück. Volmetal rangiert drei Punkte vor Wetter auf dem elften Tabellenplatz. „Volmetal ist unsere Kragenweite. Wir müssen es aber endlich lernen, von Schwächephasen unserer Gegner zu profitieren“, fordert Baltruschat. Gegen Wellinghofen erarbeitete sich die HSG Respekt, offenbarte aber auch Defizite: „Wir haben keinen Zwei-Meter-Mann im Rückraum, und auch keine drei Spieler mit 1,95 Meter. Größenmäßig sind wir im Nachteil, aber man muss mit dem klarkommen, was man hat, und ich bin überzeugt davon, dass wir ein Team haben, das in der Landesliga bestehen kann“, bringt es Baltruschat auf den Punkt.