Mit Phoenix-Profi auf die nächste Leistungsstufe

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150 Kinder wollen bei der „kinder+Sport Basketball Academy“ die nächste Leistungsstufe erreichen. Unter ihnen ist die neunjährige Mia Wargin, der Phoenix-Profi Niklas Geske beim Gang durch den Parcours hilft.

Hagen..  „Das schaffst du schon!“ Die Aufmunterung durch den Lieblingsspieler tut gut. Ein bisschen aufgeregt ist Mia Margin schon, doch mit Niklas Geske an ihrer Seite kann ja nichts schief gehen. Das gelbe Trikot bei der „kinder+Sport Basketball Academy“ hat sich die Neunjährige aus Eilpe vorgenommen - und der Jung-Profi von Phoenix Hagen begleitet sie auf diesem Weg. Mit Tipps, dem eigenen Vorbild und - vor allem - viel Ansporn. Der Parcours beim dritten Academy-Event des Bundesligisten in der Sporthalle Altenhagen bietet so keine unüberwindbaren Hürden.

Das weiße „Rookie“-Trikot hat Mia schon, jetzt soll es das „Junior“-Level sein. Und sie weiß, wo es haken könnte. Nicht beim Auftakt, den Zickzack-Parcours durchdribbelt sie im Phoenix-Trikot mit dem Geske-Schriftzug auf dem Rücken ganz abgeklärt, das Wechsel-Dribbling zwischen den Beinen klappt. Auch die 50 Punkte an der zweiten Station beim Brustpass an die Zielscheibe auf der Wand schafft die junge Korbjägerin, die bei der BG Hagen in U10 und U12 spielt, zügig. „Das Werfen, das wird noch mal schwer“, weiß Mia aber um ihre Schwächen. Vorher stehen allerdings die Koordinations-Übungen an: Beidbeiniges Springen über den engen Leiter-Parcours, Geschicklichkeits-Übung mit dem Ball. „War eigentlich gar nicht so schwer“, strahlt die Neunjährige. Und Geske hat schon jetzt keinen Zweifel am nächsten Level seines Schützlings: „Sie kann ja auch alles.“

Doch zuvor stehen ja noch zwei Wurf-Stationen an. Von fünf Korblegern mit rechts müssen zwei treffen, bei fünf Versuchen mit der anderen Hand wenigstens einer. Mit der starken Seite kein Problem, mit links rollt erst der vierte Wurf durch den Ring, dann gibt es auch hier den Stempel im Academy-Pass. Aber da ist ja noch der Wurf aus der Halbdistanz zum Finale. „Ein bisschen weniger Kraft“, korrigiert Niklas Geske, als Mia von der Seite stets übers Ziel hinauswirft. Von vorn klappt es umso besser, vier Treffer, das reicht. Stolz streift Mia ihr neues gelbes Junior-Hemd über und sieht sich am letzten Tag der Schulferien belohnt. „Gestern habe ich extra noch dafür trainiert“, sagt sie, während ihr „Pate“ Geske lobt: „Das hast du prima gemacht und ganz locker geschafft, ich bin begeistert. Das nächste Trikot schaffst du auch noch.“

Mia Margin ist nur eins von gut 150 Kindern, die beim dritten großen Academy-Tag von Phoenix - dem ersten in der laufenden Saison - auf Trikotjagd gehen. „Pro Veranstaltung kommen 30 bis 40 Neue dazu“, freut sich Phoenix-Jugendkoordinator und Projektleiter Matthias Grothe über die ungebrochen große Resonanz. Hagen ist einer von zehn Bundesliga-Standorten, die das ausgeklügelte und für die Teilnehmer kostenlose Trainingsprogramm mit sechs Schwierigkeitsstufen anbieten. „Man braucht die Infrastruktur und das Einzugsgebiet dafür“, weiß Grothe: „Und wir wollen ja Jugend fördern.“ Wobei nicht nur junge Korbjäger kommen, neben Phoenix- oder Lakers-Fans und vielen Teilnehmern in ihren Academy-Trikots absolvieren auch junge Freunde des FC Barcelona in Messi-Hemden den Parcours. „Wir haben viele Quereinsteiger, die nicht unbedingt Basketball als erste Sportart haben“, sagt Grothe: „Und viele sind nicht im Verein, aber dafür ist die Academy ja auch da. Es geht primär darum, Kinder in Bewegung zu bringen.“

Als Talentsichtung kann das Programm aber ebenso dienen. Wie das Beispiel von Liam Ben Pauli zeugt: Beim Academy-Event in Boele schaffte der Neunjährige als erster Hagener das Allstar-Level. Und ist seitdem der jüngste von nur vier stolzen Trägern eines schwarzen Allstar-Trikots. Deutschlandweit.