Mit italienischer Hilfe will Tri-Team näher an die Spitze

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Was wir bereits wissen
Weitere Neuzugänge aus Italien verzeichnen die Bundesliga-Triathlonteams aus Hagen: Luisa Iogna-Prat verstärkt die erstklassigen Damen, Flavio Natali soll den Herren beim Klassenerhalt in der 2. Bundesliga helfen.

Hagen..  Mit italienischer Hilfe will sich das Tri-Team Hagen weiter in den deutschen Triathlon-Eliteklassen etablieren. Sara Papais startete schon im letzten Jahr für das Hagener Bundesliga-Team, jetzt folgt ihr Landsfrau Luisa Iogna-Prat, die schon einen Europacup-Sieg in ihrer Vita hat. Und mit Flavio Natali verzeichnen auch die Tri-Team-Herren einen Neuzugang aus Italien, mit dessen Hilfe der Aufsteiger den Zweitliga-Klassenerhalt schaffen will. „Beide passen genau in unser Portfolio, es sind junge Athleten, die im Team starten wollen“, erklärte der Klubvorsitzende Jochen Baumann.

Die Kontakte nach Italien hatten die Hagener schon im Vorjahr vertieft, im Dezember etwa flog eine Sportler-Delegation zum Trainings-Wochenende nach Udine. Bei Jugend-Nationaltrainer Massimiliano de Luca, gleichzeitig Coach von Sara Papais und Flavio Natali, absolvierten Oliver Brammen, Max Köhler und Sara Baumann insgesamt acht Übungseinheiten auf hohem Niveau. Auch im neuen Jahr trifft man sich keinesfalls nur zu den Rennen, Anfang Februar etwa ist mit den Neuzugängen bereits das erste Team-Trainingswochenende am Ischeland vorgesehen. Jochen Baumann: „Gemeinsame Trainingseinheiten sind wesentliche Aspekte, die unsere Stärke ausmachen.“

Dabei geht der Tri-Team-Chef davon aus, dass die als Sparda-Bank-Team startenden Damen im dritten Bundesliga-Jahr noch besser aufgestellt sind. Mit der 19-jährigen Luisa Iogna-Prat kommt eine Athletin, die wie Tochter Sara Baumann und Sara Papais 2014 im Europacup startete und im August in Nottingham sogar ein Rennen bei den Juniorinnen gewann. „Die ist schon fix“, weiß Jochen Baumann, „ich hoffe, mit ihr können wir noch einen Sprung nach vorne machen. Jetzt haben wir vier hochklassige Athletinnen, die auch international mithalten können.“ Und da in Bundesliga-Rennen von vier Team-Starterinnen die besten drei gewertet werden, kann man Ausfälle besser kompensieren. Beim Saisonauftakt am 10. Mai in Buschhütten im Siegerland etwa fehlt Duathlon-Europameisterin Franzi Scheffler, sie startet beim Halb-Ironman auf Mallorca. In der durch die Neulinge Neukölln, München und Bad Orb auf 14 Mannschaften angewachsenen und in den letzten Jahren sportlich erheblich aufgewerteten Damen-Bundesliga streben die Hagenerinnen, bei denen auch Jule Möller, Tanja Erath und Ricarda Kappen zum Kader zählen, das vordere Drittel an. „Das Ziel ist schon, es unter die Top fünf zu schaffen“, sagt Baumann.

Für die in die 2. Bundesliga Nord aufgestiegenen Herren gilt das nicht. Da hier im Gegensatz zur Oberliga bei den insgesamt fünf Saison-Wettkämpfen immer fünf Starter antreten, benötigte man leistungsstarken Zuwachs. Eine Castings-Aktion im Herbst brachte zwar nicht den gewünschten Erfolg, dafür stießen - nachdem sie vorher per Mail Interesse angemeldet hatten - Flavio Natali und der Niederländer Niels Hollander zum Team. „Wir sind ein Magnet geworden, gehören zu den Top-Adressen in NRW“, freut sich der Klubchef. Mit Max Köhler, Carl-Daniel Mittelbach, Oliver Brammen, Tobias Rehm, Yannik Hillebrand und Florian Winterstein blieb zudem das Aufstiegs-Team zusammen. Baumann: „Das nährt die Hoffnung, dass wir mit dem Abstieg nichts zu tun haben.“