Missverständnis kostet Hasper SV zwei Punkte

Hier setzt sich der Hasper Murat Sertkaya gegen Günnigfelds David Przybyla durch, am Ende reichte es für den HSV aber wieder nur zu einem Remis.
Hier setzt sich der Hasper Murat Sertkaya gegen Günnigfelds David Przybyla durch, am Ende reichte es für den HSV aber wieder nur zu einem Remis.
Foto: Dietmar Wäsche / FUNKE Foto Serv

Bochum..  Der abstiegsgefährdete Fußball-Landesligist Hasper SV kommt dem rettenden Ufer nicht näher. Auch das dritte Meisterschaftsspiel unter der Regie des neues Trainers Werner Boss endete mit einer Punkteteilung: Beim mitgefährdeten VfB Günnigfeld gab es gestern Nachmittag ein 1:1. Zur Pause hieß es 1:0 für die Gäste. Damit hat der HSV nach wie vor fünf Zähler Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz.

Dauerregen, Windböen und ein aufgeweichter Naturrasenplatz, der dem Standvermögen der Kicker alles abverlangte - Fußballspielen war gestern im Wattenscheider Ortsteil Günnigfeld kein Vergnügen. Dass sich unter diesen Umständen und angesichts der für beide Teams angespannten Tabellensituation kein Fußballfest ergeben würde, war absehbar. Stattdessen entwickelte sich eine kampfbetonte Partie, in der die Gastgeber ihre körperliche Robustheit in die Waagschale zu werfen versuchten. Vor unlösbare Probleme wurde HSV-Schlussmann Michael Blume in den ersten 45 Minuten aber nicht gestellt. Das ging seinem Kollegen Simon Kuhn auf der Gegenseite anders.

26. Minuten waren gespielt, als Patrick Schoppen einen Eckball gut hereingab. Alexander Rüster stieg am zweiten Pfosten hoch und köpfte das seifige Leder über die Linie. In diesem Moment waren den Haspern die widrigen äußeren Bedingungen egal.

Und die Boss-Schützlinge hätten sich noch viel besser gefühlt, wenn sie in der Anfangsphase des zweiten Durchgangs ihre Chancen genutzt und damit vielleicht schon eine Vorentscheidung herbeigeführt hätten. In der 52. Minute kam Gianluca Salvo bei einem Konter einen Schritt zu spät, aber der herausgeschlagene Ball landete bei Patrick Schoppen. Der zwang VfB-Schlussmann Kuhn mit einem fulminanten Distanzschuss zu einer Glanzparade. Kurz darauf lief Anas Chaoui frei auf Keeper Kuhn zu. „Er konnte mit dem Ball ins Tor laufen“, haderte Werner Boss, nachdem sich der HSV-Angreifer stattdessen für einen (Fehl-)Pass nach innen entschieden hatte. Murat Sertkaya wiederum hätte besser in die Mitte gepasst, entschied sich aber für eine Flachschuss, der knapp vorbei ging.

Boss: Schon sechs Zähler verspielt

Wenn man vorne die Tore nicht macht, sollte man zumindest hinten nicht patzen. Doch genau das geschah in der 61. Minute: Im Hasper Strafraum waren sich der Ball führende Alexander Rüster und Keeper Michael Blume nicht einig, Günnigfelds Nicolai Striewe spritzte dazwischen und beförderte die Kugel ins Hasper Tor. „Wir haben heute zum dritten Mal in Folge zwei Punkte liegen gelassen“, haderte Werner Boss, „wir könnten schon unten heraus sein.“ Stattdessen tritt der HSV auf der Stelle - und die Spiele werden von Woche zu Woche weniger.

Hasper SV: Blume; Akbaba, Salvo, Heinzer, Akbas (86. Manfredi), Schoppen, Dursun, Özüsaglam (86. Caliskan), Rüster, Chaoui, Sertkaya (77. Özdil).

Tore: 0:1 Rüster (26.), 1:1 Striewe (61.).