Mehrheit der HSV-Mitglieder spricht sich gegen Fusion aus

Die Fußballer des Hasper SV bleiben auch künftig wohl unter sich. Gegen weitere Fusionsgespräche mit dem SSV Hagen stimmte eine Mehrheit der Mitgliederversammlung.
Die Fußballer des Hasper SV bleiben auch künftig wohl unter sich. Gegen weitere Fusionsgespräche mit dem SSV Hagen stimmte eine Mehrheit der Mitgliederversammlung.
Foto: WP Michael Kleinrensing

Hagen..  Auch im dritten Anlauf wird wohl nichts aus einer Fusion der Fußballer von Hasper SV und SSV Hagen. Bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung des HSV in der Gaststätte Wortmann stimmten weit mehr als Hälfte der anwesenden Mitglieder - 24 von 113 stimmberechtigten Erwachsenen waren gekommen - dagegen, die Gespräche mit dem SSV fortzusetzen. „Das war ein klares Votum gegen eine Fusion“, konstatierte Klubchef Harald Kröner. Und Vorstandskollege Jürgen Breuking sagte: „Das Votum muss man respektieren. Die Frage ist, wie es mit dem HSV weitergehen kann. Wir werden das in dieser Weise nicht weiterführen können.“

Gerade Kröner, Breuking und Kassierer Harald Kleemann hatten zuvor dafür geworben, die Verhandlungen mit dem SSV („Wir führen gute Gespräche“) zu intensivieren und auf einer Jahreshauptversammlung darüber abstimmen zu lassen. Auch mit Verweis auf eine erneut schwere Saison und wenig Unterstützung für die Klubführung. „Es wird immer schwerer, die Enden zusammenzubringen“, sagte Kröner, „wir können das so nicht mehr allein bewerkstelligen.“ Seit drei Jahren müsse der Etat des Landesligisten permanent gekürzt werden, die Zuschauerzahlen - zuletzt bei etwa 70 im Schnitt - seien weiter rückläufig.

Doch bei den Mitgliedern wurde die Skepsis gegenüber dem avisierten Fusionspartner deutlich. Welche Motivation für einen Zusammenschluss der SSV habe als Bezirksliga-Aufsteiger, der aktuell mehr finanzielle Möglichkeiten für sein Team besitze, wurde etwa hinterfragt. Gleichzeitig gebe es etliche Eltern der Jugendspieler, die ihre Kinder bei einer Fusion abmelden würden. Und breiteren Widerhall fand der Vorschlag, nach anderen Fusionspartnern im Hagener Westen - etwa Blau-Weiß Haspe oder Fortuna Hagen - zu suchen. Ob für einen solchen Weg der aktuelle HSV-Vorstand noch zur Verfügung steht, erscheint fraglich. Auch wenn Kröner abschließend betonte: „Es ist nicht gesagt worden, dass wir nicht mehr antreten.“