Laura Zdravevska nicht zu ersetzen
03.06.2012 | 23:16 Uhr 2012-06-03T23:16:00+0200
Hagen. Die U15-Mädchen des TSV Hagen 1860 haben die Endrunde um die deutsche Basketball-Meisterschaft verpasst. Bei der Zwischenrunde in der Sporthalle Altenhagen verloren die Gastgeberinnen alle drei Partien und schieden aus. Das Fehlen der verletzten Centerin Laura Zdravevska konnte nicht kompensiert werden.
Trainerin Angelika Beier-Witt hatte die Hiobsbotschaft am Freitag erhalten. Tags zuvor hatte sich die Jugend-Nationalspielerin in Heidelberg beim Aufwärmen für ein Länderspiel gegen Frankreich einen doppelten Bänderriss zugezogen. Sie verpasste deshalb nicht nur die deutsche Zwischenrunde in Hagen, sondern wird auch an der Europameisterschaft in sechs Wochen in Ungarn nicht teilnehmen können. „Das ist natürlich bitter“, so Vater Tome Zdravevski, Coach von BG Hagen II.
Auch ohne ihre wichtigste Spielerin, die sich mit Krücken durch die Halle bewegte und die gesunden Kolleginnen von der Bank aus anfeuerte, wehrten sich die TSVerinnen in der Auftaktbegegnung gegen den Ahrensburger TSV nach Kräften. Besonders Aufbauspielerin Leonie Schütter bereitete dem Gegner Probleme. Zur Halbzeit stand es 32:32, nach dem dritten Abschnitt 45:48. Dann schwanden die Kräfte und der Nordvertreter siegte noch klar mit 66:52.
Auch tags darauf gegen den Westrivalen Herner TC hielten die Mädels von Angelika Beier-Witt und Tochter Samira Witt nach einem verschlafenen Start (3:13) gut dagegen. Ayse Colakoglu, angeschlagen ins Spiel gegangen, avancierte in dieser Partie mit 14 Punkten zur Topscorerin und hatte großen Anteil daran, dass der frühe Rückstand aufgeholt wurde und die Gastgeberinnen mit einer 43:41-Führung ins letzte Viertel gingen. Hier blieb es spannend bis zum Schluss. Bei einem 49:50-Rückstand blieb dem TSV 1860 noch ein Angriff. Doch dieser wurde vergeben und Hernes jüngste Spielerin Jenny Strozyk (15 Punkte) schnürte mit dem finalen Korb in dieser Partie den Sack zu.
Damit stand fest, dass die Sechzigerinnen die Endrunde nicht erreichen würden. Der letzte Gegner TuS Lichterfelde war dagegen schon durch. Die Trainerinnen beider Teams nutzten die bedeutungslose Abschlusspartie, um auch ihrer zweiten Garde verstärkt Einsatzeit zu geben. Aus Sicht der geschwächten Gastgeberinnen war der 59:65 (29:41)-Endstand achtbar. „Unsere Spielerinnen haben das Beste aus der Situation gemacht“, lautete das Schlussresümee von Angelika Beier-Witt.
Deutsche Zwischenrunde, U15-Mädchen
TSV Hagen 1860 - Ahrensburg 52:66
TuS Lichterfelde - Herner TC 65:38
TuS Lichterfelde - Ahrensburger TSV 65:38
TSV Hagen 1860 - Herner TC 49:54
Herner TC - Ahrensburger TSV 48:49
TSV Hagen 1860 - Lichterfelde 59:65
TSV 1860: Scheid (4 Punkte gegen Ahrensburg/6 gegen Herne/2 gegen Lichterfelde), Lückenotte (7/1/8) Colakoglu (9/14/-), Bönicke (0/4/1), Gimbel (0/0/4), Grunau (0/0/0), , Schelper (2/0/0), Schneider (2/0/2), Schniez (0/6/8), Schrage (7/9/16), Schütter (21/9/16), (Fritz 0/0/2).
TuS Lichterfelde, Ahrensburger TSV in der deutschen Endrunde.
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