Ladies fehlt Kampfgeist im Kellerduell

Foto: WP Michael Kleinrensing

Hagen..  „Wir müssen einsehen, dass zehn Teams besser sind als wir.“ Tobit Schneider, Trainer der Phoenix Hagen Ladies, war sichtlich geknickt. Die heimischen Zweitliga-Basketballerinnen zeigten ausgerechnet in dem Spiel, dass ihnen in der Abstiegsmisere hätte Hoffnung bringen können, ihre schwächste Saisonleistung. Sie unterlagen Tabellennachbar Barmer TV Wuppertal deutlich mit 56:83 (26:39).

Dabei fing das Spiel viel versprechend an. Die Ladies gaben das erste Viertel lediglich mit 12:13 ab, es schien sich eine Partie auf Augenhöhe anzubahnen. Doch die zweiten zehn Minuten sollten der Anfang vom Ende sein. Insgesamt schien es so, als wenn den Ladies der Glaube an einen Sieg auf einmal fehlte, während Barmen geschlossen als Team auftrat und jeden gefallenen Korb feierte, als wenn er der entscheidende für die Meisterschaft wäre. Barmen investierte fiel mehr ins Spiel als die Ladies. Besonders die Ex-Hagenerin Franziska Goessmann tat den Ladies weh. In der 13. Minute (12:21) fing sie mit ihrem Dreierfestival an, fünf von sechs Treffern konnte sie am Ende auf ihrem Konto verbuchen. Die Ladies agierten hingegen teils ideenlos, wichtige Punkte fielen nicht. In der 18. Minute konnte die starke Leonie Schütter per Dreier auf 22:28 verkürzen. Aber Barmen fand immer eine Antwort.

Nach dem Seitenwechsel zeigte sich ein ähnliches Bild. Neben Goessmann brillierte auf Wuppertaler Seite Page Sickmiller, die mit 25 Punkten die beste Werferin war. Bis zur 24. Minute setzten sich die Gäste auf 28:51 ab, während die Ladies vornehmlich Ballverluste - insgesamt 25 - produzierten. Wieder brachte Schütter per Dreier ihr Team auf 41:59 (32.) etwas heran, doch nun spielten sich die Gäste offensiv in einen wahren Rausch. Bis zur 38. Minute setzten sie sich auf 50:81 ab, die Entscheidung war längst gefallen.Und bei den Ladies setzt sich mehr und mehr die Gewissheit durch, dass sie wahrscheinlich nicht noch eine Saison in der 2. Bundesliga verbringen dürfen.

Phoenix Ladies: Stahmeyer (9), Grunau, Dzeko, Reinhardt (6), Schütter (20), Mücke (6), Schlatt (9), Colakoglu, Kassack (1), Küper (3), Gimbel (2).