Kriselnde Frankfurter geben Phoenix einige Rätsel auf
02.12.2011 | 18:45 Uhr 2011-12-02T18:45:00+0100
Hagen.Verkehrte Welt vor der „Hessen-Woche“ für die Basketballer von Phoenix Hagen: Die Skyliners aus Frankfurt, gegen die man in der Bundesliga bisher stets verlor, kommen heute als stark kriselnder Vorletzter in die Enervie-Arena (19 Uhr). Der nächste Kontrahent LTi Gießen 46ers dagegen, bei vier Siegen in vier Partien so etwas wie der Hagener Lieblingsgegner, sorgte zuletzt mit dem Triumph gegen Meister Bamberg für Furore. Dort gastiert man in einer Woche.
Die Skyliners geben Rätsel auf. Egal ob Phoenix-Geschäftsführer Oliver Herkelmann, Trainer Ingo Freyer oder Center-Routinier Bernd Kruel, der drei Jahre in Frankfurt gespielt hat und dort deutscher Meister wurde – niemand hat eine schlüssige Erklärung für die Bilanz des heutigen Gegners, der mit nur zwei Siegen aus zehn Partien Abstiegsrang 17 bekleidet. „Man versteht nicht, warum die am Tabellenende stehen“, sagt etwa Ingo Freyer über den letztjährigen Halbfinalisten, „eigentlich haben sie eine bessere Mannschaft als im Vorjahr.“
Zwar verlor man mit Spielmacher DaShaun Wood, der Trainer Gordon Herbert zu Alba Berlin folgte, und Pascal Roller (Karriere-Ende) wichtige Kräfte, doch Leistungsträger wie die US-Guards Jimmy McKinney und Quantez Robertson blieben ebenso wie Center Marius Nolte. Und mit den deutschen Nationalspielern Tim Ohlbrecht und Johannes Herber sowie den Amerikanern Jon Leuer, der von NBA-Klub Milwaukee Bucks gedraftet wurde, Justin Gray, Jermareo Davidson und Michael Thompson verstärkte man sich vermeintlich hochkarätig. Der israelische Trainer Muli Katzurin, aus Berlin gekommen, vermochte es allerdings bisher noch nicht, daraus ein erfolgreiches Team zu formen.
Auch weil Spielmacher und Topscorer Gray wegen einer Knieverletzung zuletzt ausfiel, heute in Hagen soll er ebenfalls noch nicht spielen können. Und Flügelcenter Leuer liebäugelt angesichts einer Ausstiegsklausel mit der NBA, zog sich zudem bei der jüngsten Eurocup-Niederlage (60:83) im russischen Krasnodar einen Pferdekuss zu. Die internationale Belastung macht den Frankfurtern zusätzlich zu schaffen. „Mein Team wird durch die Reisen immer müder. Aber das müssen wir ausblenden“, verlangt Katzurin, angesichts der Bedeutung des Kellerduells. Vor allem die Ballverluste – in Krasnodar waren es 23 – müsse man in Grenzen halten.
Die Gastgeber setzen dagegen auf mehr Intensität als etwa im letzten Heimspiel unter gleichen Vorzeichen gegen Tübingen. „Offensiv wie defensiv muss sich jeder meiner Spieler vornehmen, härter als sein Gegner zu spielen“, fordert Phoenix-Coach Freyer. Helfen dabei soll nach einer Trainingswoche Neuzugang Adam Constantine, der den auf noch nicht absehbare Zeit mit einer Handverletzung fehlenden Edward Seward ersetzt. „Ein sehr emotionaler, eher extrovertierter Spieler“, charakterisiert Geschäftsführer Herkelmann den athletischen 2,06-m-Mann – mit Iroken-Frisur und Bart ein Abbild von US-Schauspieler Mr. T aus der Kult-Fernsehserie „A-Team“. Auch Freyer setzt auf den amerikanischen Center: „Adam gibt uns einen neuen Schub.“ Profitiert habe man, so betont der Phoenix-Coach, aber auch von dem nun aussortierten Jason Crowe. „Jason hat vorgelebt, immer gewinnen zu wollen, und die ruhigeren Spieler wie Brandon Brooks oder TJ Carter an die Hand genommen“, sagt Freyer, „nur auf dem Feld war er zuletzt einfach zu schwach.“ Das soll für Crowes bisherige Teamkollegen heute nicht gelten.
Göttingen tauscht Trainer
Konsequenzen aus dem bisherigen Saison-Abschneiden hat Schlusslicht BG Göttingen vor der Partie heute beim BBC Bayreuth gezogen: Die Niedersachsen trennten sich vom bisherigen Headcoach Stefan Mienack. Dessen Aufgaben übernahm der bisherige Co-Trainer Michael Meeks, der ehemalige kanadische Nationalspieler war in der Saison 1997/98 in der Bundesliga für Brandt Hagen aktiv. Getestet werden zudem aktuell die US-Amerikanern Jerel Allen und Matt Bauscher.
09:55
da das Phoenix-Forum für Phans geschlossen wurde schau ich mal ob hier jemand mit tippt?
Phoenix darf nicht auf die Schwäche der Frankfurter spekulieren sondern sehen das dies mal für die gesamten 40 min allesgeben wird. Wenn wir heute mit dem gleichen Einsatz gegen Frankfurt spielen wie im letzten Heimspiel gegen Frankfurt, Dann wird das heute ein klarer 102 zu 79 Sieg. An was anderes möchte ich nicht denken. Es ist eben heut eins der wichtigsten Spiele !
Und es lohnt sich: die Stimmung war in den letzten Spielen einfach Klasse - Es sind noch jede Menge Karten zu bekommen! Auf in die Ische -Hölle
Auf geht’s Phoenix – Kämpfen und Siegen !!!