Kontrollverlust beendet Elfer-Traum

Vergeblich rannten die Elfer nach der Pause gegen das Münsteraner Tor an.
Vergeblich rannten die Elfer nach der Pause gegen das Münsteraner Tor an.
Foto: WP

Hamm..  Der Kontrollverlust begann direkt nach der Pause. Eine Halbzeit dominierten die Bezirksliga-Fußballer der SpVg. Hagen 11 im ersten Aufstiegsspiel in Hamm-Herringen, führten hochverdient mit 1:0. Doch der Ausgleich des SC Münster kurz nach Wiederanpfiff traf die Elfer ins Mark. In der Folge ließen sie sich wiederholt auskontern, mit 1:4 endete ihr Aufstiegstraum böse. „Nach dem 1:1 haben wir glatt den Faden verloren“, ärgerte sich Kapitän Emrah Özusaglam, während Coach Benjamin Knoche bedauerte: „Es ist schade, dass eine so gute Saison mit einer Riesen-Enttäuschung endet.“

Am Tag zuvor hatten noch 1800 Zuschauer die Sportanlage des SFV Herringen gefüllt, beim lokalen Kreisliga-Entscheidungsspiel zwischen SVE Heessen und VfL Kamen. Eine Spielklasse höher wollten dagegen nur gut 200 Besucher beim ersten Duell auf dem Weg in die Landesliga zusehen, darunter etwa 80 Hagener um den Kreisvorsitzenden Peter Alexander. Sie registrierten zu Beginn leicht feldüberlegene Elfer, die sich auch die ersten Chancen herausarbeiteten. Zunächst verpasste Mark Choinowski nach Flanke von Ion-Alin Nica noch (10. Minute), besser machte es dann Guiseppe Restieri. Spielmacher Sinan Hajra schien den Ball schon verstolpert zu haben, dennoch gelang ihm ein schöner Pass in die Tiefe, den Restieri mit überlegtem Schuss ins lange Eck zum 1:0 nutzte (21.). Münsters erste Torgelegenheit durch Frederik Schulte wehrte Hagens Keeper Michel Klose zur Ecke ab (28.), danach bestimmten wieder die Elfer das Spiel. Nur in Strafraumnähe agierten die Knoche-Schützlinge meist zu zögerlich, die beste Chance vergab noch Restieri, der an SV-Keeper Moritz Ostrop scheiterte.

Nach dem Wechsel wendete sich das Blatt dann, ehe die Elfer aufgewacht schienen. Einen Eckball klärte Klose noch per Faustabwehr, doch gegen den Distanzschuss von Enrico Suvar war er machtlos (48.). Und es kam noch schlimmer für die nun paralysiert scheinenden Hagener. In Unterzahl, Choinowski musste sich verletzt behandeln lassen, liefen sie in den Konter, Schultes Vorarbeit nutzte Münsters Torjäger Yannick Albrecht zum 1:2 (55.). Erst durch den Kopfball des eingewechselten Niklas Wilke knapp am Tor vorbei sendeten die Elfer wieder ein Lebenszeichen (65.), doch fast postwendend konterte Schulte zum 1:3 (71.). Hektisch warfen die Hagener auf dem holprigen Rasen noch mal alles nach vorn, klare Chancen sprangen dabei aber nicht heraus. Im Gegenteil, mit seinem zweiten Tor beendete Albrecht endgültig alle Aufstiegsträume (88.). „Wir hatten das Spiel doch klar unter Kontrolle“, bedauerte Knoche, „aber dann haben wir Münster zu sehr in die Karten gespielt.“

Hagen 11: Klose; Bucurenciu, Özusaglam, Matzkeit, Scheuerl (67. Ropkas), Hajra, Nica, Marcel Weuiß, Antwi-Adjej (67. Markus Weiß), Restieri, Choinowski (57. Wilkes).