Khan: „Die Sensation ist nicht unmöglich“
10.02.2012 | 12:24 Uhr 2012-02-10T12:24:00+0100
Hagen.Die schlechteste von vielen unbefriedigenden Leistungen in der Hinrunde boten die Drittliga-Handballer des VfL Eintracht Hagen am 2. Oktober 2011. Eine Woche nach dem ersten Saisonsieg in Aurich wurde die Heimpartie gegen den OSC Rheinhausen mit 26:38 verloren. Am Sonntag um 16 Uhr steht in der Sporthalle an der Krefelder Straße das Rückspiel an.
„Ein Punktgewinn dort wäre eine Sensation“, sagt der aktuelle VfL-Coach Khalid Khan, der Anfang des Jahres Krzysztof Szargiej ablöste und den letzten Auftritt der Duisburger Vorstädter live verfolgte. Mit 27:26 setzten sich die Schützlinge von Trainer Jörg Förderer, der im Dezember beim Klassenrivalen Bayer Uerdingen ausschied und den zurückgetretenen OSC-Übungsleiter Achim Schürmann beerbte, in Wermelskirchen durch. Wobei der Endstand die einzige Führung des ehemaligen Erstligisten war.
„Die haben eine hervorragende Mischung aus ehemaligen Erst- und Zweitliga-Spielern sowie großen Talenten“, zählt für Khan das OSC-Team zu den individuell am besten besetzten Drittliga-Formationen. „Warum die nicht weiter oben stehen, weiß ich nicht.“ Überragender Akteur beim Sieg in Wermelskirchen war der 19 Jahre junge Rückraumspieler Maik Schneider, der zehn Tore erzielte.
Thorsten Kötter im Kader
Um ihn am Sonntag von einer ähnlich guten Ausbeute abzuhalten, bedarf es einer deutlich besseren Abwehrleistung als zuletzt. Zwar bereiteten die Eintrachtler in der zweiten Halbzeit Aurich mit einer 4:2-Deckung Probleme, zum Egalisieren des Fünftore-Pausenrückstands reichte es aber nicht mehr. Auch weil, so Khalid Khan, vorne insgesamt zu viele gute Chancen vergeben wurden und Schlussmann Sebastian Schmidt in den ersten 30 Minuten deutlich unter seinen Möglichkeiten geblieben war.
Lob auf der Mittelposition verdiente sich dagegen Michael Wulf, dessen muskuläre Verletzung in der Schlussphase aber wieder aufbrach, weshalb er in Rheinhausen wie Rekonvaleszent Arthur Giela fehlen wird. Aus dem Oberliga-Team rückt Thorsten Kötter auf. Der Halblinke hätte schon gegen Aurich im Kader gestanden, wenn er nicht krankheitsbedingt die ganze vorausgegangene Trainingswoche verpasst hätte.
Dass der 26-Jährige am Sonntag bei seinem Saisondebüt im Drittligateam gleich einen Auswärtssieg bejubeln kann, ist wenig wahrscheinlich - aber nicht unmöglich. „Wir haben gegen jeden Gegner eine Chance“, wird Khalid Khan nicht müde zu betonen, „die Mannschaft hat das Potenzial, eine Klasse besser zu spielen als zuletzt.“
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