Kai Spenner aus Herdecke fährt für Deutschland

Die geballte Faust von Kai Spenner signalisiert seine Erleichterung nach dem Zieleinlauf des 1000-Meter-Finals.
Die geballte Faust von Kai Spenner signalisiert seine Erleichterung nach dem Zieleinlauf des 1000-Meter-Finals.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Der Herdecker Kanute schafft die Qualifikation für die Nationalmannschaft. In Duisburg zeigte er sich deutlich formverbessert.

Duisburg/Herdecke..  Das vergangene Wochenende hatte es für den Herdecker Kanuten Kai Spenner in sich. Drei Wochen nach der ersten nationalen Sichtung des Deutschen Kanu-Verbandes galt es für ihn, seinen Ranglistenplatz elf zur Halbzeit zu verbessern, um den Sprung in die Nationalmannschaft sicher zu schaffen.

Am Ende hatte Kai Spenner allen Grund zu strahlen: Er hat eine tadellose Vorstellung gezeigt, sich deutlich verbessert und ist in die Mannschaft gefahren. Er zählt zu den Gewinnern des Wochenendes.

Vor drei Wochen hatte er noch mit zwei B-Finals gehadert; nun zog er über 1000 und 500 Meter gleich zweifach ins A-Finale ein.

Ganz stark sein 1000-Meter-Finale. In Abwesenheit der schon qualifizierten Europameister Max Hoff und Max Rendschmidt gewann nun Kai Spenner. Die geballte Faust auf der Ziellinie signalisierte seine Erleichterung.

Intensive drei Wochen

„Ziel war erst einmal, beide A-Finals zu erreichen. Wir haben die letzten drei Wochen intensiv genutzt, dass es besser klappt“, erklärte der Herdecker später. Insbesondere auf der wichtigen olympischen 1000-Meter-Strecke lief es für ihn richtig gut. „Ich konnte ein hohes Streckentempo fahren und brauchte am Ende nur warten, dass sie noch einmal rankommen, um mich dann mit dem Endspurt wieder etwas abzusetzen.“ Auch seine Parole „über 500 Meter so schnell zu fahren, wie es geht“, konnte Kai Spenner sehr gut umsetzen. Platz fünf für ihn als 1000-Meter-Spezialisten war ein starkes Resultat.

Keine Frage, dass Kai Spenner „mit den Ergebnissen natürlich total zufrieden“ war - und dies „bei einer höheren Leistungsdichte als im Vorjahr“.

Am Ende der Sichtung standen dann mit den Qualifizierten noch zwei so genannte „Eignungsrennen“ in Zweierkajaks über 500 und 1000 Meter an. Auch hier dürfte Kai Spenner im Hinblick auf die nun anstehenden Mannschaftsbootbildungen durchaus eine Empfehlung in Richtung Bundestrainer abgegeben haben. Zusammen mit Martin Schubert (Friedrichshafen) bildete er ein harmonisches Duo, das über beide Strecken knapp als zweites einkam.

Alle die, die den Sprung in die erweiterte Nationalmannschaft geschafft haben, blieben direkt im Anschluss an die Sichtung in Duisburg zur Vorbereitung auf den ersten Weltcup am Pfingstwochenende. Im Kajak-Herren-Bereich wird es nun vorrangig darum gehen, einen schlagkräftigen Vierer zu formieren. Und dabei möchte Kai Spenner ein kräftiges Wörtchen mitreden.