Junioren des TuS und der Eintracht gehen gemeinsamen Weg

Manfred Kundt (TuS Holthausen, rechts) und Matthias Kuhn (Eintracht) besieglen die Zusammenarbeit.
Manfred Kundt (TuS Holthausen, rechts) und Matthias Kuhn (Eintracht) besieglen die Zusammenarbeit.
Foto: Michael Schuh

Hohenlimburg/Holthausen..  Insgesamt 270 Kinder und Jugendliche zählen die Nachwuchsfußball-Abteilungen des TuS Holthausen und der Hohenlimburger Eintracht. Nicht zuletzt aufgrund der demografischen Entwicklung spricht aber einiges dafür, dass diese Zahl in der Zukunft hätte schrumpfen können. Um dem entgegenzuwirken, gehen beide Vereine nun einen gemeinsamen Weg: Ab der kommenden Saison bilden sie eine Jugendspielgemeinschaft und laufen als JSG Hohenlimburg/Holthausen auf.

TuS-Mitglied Frank Bachgardt, der gemeinsam mit dem Eintrachtler Heiko Burandt künftig die Geschäfte der Jugendspielgemeinschaft führen wird, meldete sich beim Hohenlimburger Vorsitzenden Matthias Kuhn und unterbreitete ihm den Vorschlag einer Zusammenarbeit im Nachwuchsbereich. Und Kuhn zeigte sich von der Idee sofort begeistert: „Bei der Eintracht überlegen wir schon längere Zeit, wie wir den Spielbetrieb sinnvoller gestalten können. Und solche Synergien wie eine Zusammenarbeit mit dem TuS Holthausen ergeben Sinn.“

Also setzten sich Vertreter beider Vereine wenig später zusammen und merkten dabei schnell, so der TuS-Vorsitzende Manfred Kundt, „dass wir uns sehr gut ergänzen.“ Die Gespräche verliefen so harmonisch, dass man innerhalb einer Woche Nägel mit Köpfen machte und die Spielgemeinschaft beschloss. Inzwischen ist auch schon die notwendige Anmeldung beim Fußball-Kreis 13 erfolgt.

Im Vordergrund stehe laut Kuhn die Förderung des Breitensports: „In der A-, B- und C-Jugend stellt die JSG künftig jeweils eine Mannschaft, in den unteren Altersklassen jeweils zwei Teams. Und bei den Minis werden es eventuell sogar drei.“ So sei der Spielbetrieb in allen Jahrgängen selbst für den Fall gewährleistet, dass Kinder oder Jugendliche sich abmeldeten. Diese Erfahrung musste die Eintracht unlängst machen, als sich zwei Jugendtrainer sowie zahlreiche Spieler der E- und D-Junioren dem Ortsnachbarn SV Hohenlimburg 1910 anschlossen. „Und das“, sagt Kuhn, „tut einem kleinen Verein weh.“

Weiterhin zwei Stammvereine

Wie bei anderen Spielgemeinschaften, so bleiben auch in diesem Fall die anderen Abteilungen unberührt: Die Mitglieder gehören weiterhin entweder dem TuS Holthausen oder Eintracht Hohenlimburg an, die Senioren-Teams kicken auch künftig unter diesen Vereinsnamen.

Neben der größeren Anzahl an jungen Fußballern und der damit verbundenen Sicherstellung des Spielbetriebs sieht Manfred Kundt aber noch weitere Vorteile in der Spielgemeinschaft. So könnten Trainer und Betreuer durchaus mal bei einer Mannschaft einspringen, falls deren Coach verhindert sei – denn Trainer gebe es nun ausreichend. Zudem könnten die JSG-Mannschaften sowohl auf dem Kunstrasen am Kirchenberg als auch auf dem Hegge-Hartplatz trainieren. „Und wenn man beide Beläge kennt, kann sich das in der Meisterschaft durchaus positiv auswirken.“

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