In Günnigfeld soll erster HSV-Sieg her

Haspes Anas Chaoui (links, gegen Sodingen) traf beim Hinspiel gegen den VfB Günnigfeld ins eigene Tor.Foto:Michael Kleinrensing
Haspes Anas Chaoui (links, gegen Sodingen) traf beim Hinspiel gegen den VfB Günnigfeld ins eigene Tor.Foto:Michael Kleinrensing
Foto: WP Michael Kleinrensing

Hagen..  Zwei Remis gegen Liga-Topteams haben dem Hasper SV Renommee gebracht, aber nur wenig Fortschritt im Abstiegskampf der Fußball-Landesliga. Beim VfB Günnigfeld am Sonntag (15 Uhr) soll es etwas mehr sein, der erste Meisterschafts-Sieg seit dem 14. September (2:0 gegen SV Herbede) ist das Ziel. Denn die Bochumer Vorstädter nehmen mit fünf Punkten mehr aktuell mit Nichtabstiegsrang 13 genau jenen Platz ein, den die Hasper mindestens noch erreichen wollen. „Wir hatten bisher den Tabellenzweiten und Dritten, jetzt kommen die Teams aus dem Mittelfeld“, sagt HSV-Trainer Werner Boss, „da müssen wir uns langsam aus dem Keller herauskämpfen.“

Dass die Hasper Konzentration ganz dem Landesliga-Abstiegskampf gilt, zeigte sich im Pokalspiel bei Ararat Gevelsberg (9:1), als Boss mit Anas Chaoui, Gianluca Salvo und Ali Akbas drei Stammkräfte wegen leichter Blessuren schonte. Mit den Spielern, die einsprangen, konnte der Hasper Coach zufrieden sein. „Neun Tore, darauf kann man aufbauen. Die Reservespieler haben sich bewährt“, freute sich Boss, „wir haben den Ball gut laufen lassen, viel direkt gespielt.“ Nach dem Auftritt in Gevelsberg strich er das Donnerstags-Training, bat erst gestern wieder zur Übungsarbeit: „Damit alle am Sonntag fit sind.“

Denn im Bochumer Ortsteil Wattenscheid strebt Boss den ersten Landesliga-Sieg unter seiner Regie an. „Die Mannschaft hat mittlerweile ein ganz anderes Gesicht, spielt mannschaftsdienlich und deckt viel robuster“, ist er angesichts der allgemeinen Eindrücke optimistisch, „wir machen die Räume eng, verschieben auf dem Platz - all das hat die Mannschaft wunderbar angenommen.“ Nur ein gravierendes Manko hat der HSV - abgesehen vom Pokalspiel - nicht abgestellt. Die Torausbeute müssen wir verbessern“, weiß Boss, mit nur 15 Treffern in 18 Spielen sind die Hasper in dieser Beziehung Schlusslicht.

Fast doppelt so viele Tore haben die Günnigfelder erzielt, die allerdings zuletzt mit 0:4 beim SV Hilbeck unterlagen. Auch beim 1:1im Hinspiel trafen sie nicht, das besorgten die Hasper Anfang September per Eigentor durch Chaoui selbst. Daheim gegen den HSV steht nun auch der VfB unter Druck. „Wir müssen gewinnen, das ist lebensnotwendig. Fertig“, meint VfB-Trainer Thomas Baron.