In Berlin hatte Phoenix noch nie eine Chance

Der Fokus von Basketball-Vizemeister Alba Berlin gilt, nachdem Euroleague und Pokal nun endgültig abgeschlossen sind, nun ganz der Bundesliga. Und damit zunächst Phoenix Hagen, das am heutigen Mittwoch um 20 Uhr in der Berliner O2-World gastiert. Sechs Spiele hat das Team von Trainer Sasa Obradovic noch, um im Spitzentrio mit den punktgleichen Brose Baskets Bamberg und Bayern München eine möglichst gute Ausgangsposition und den damit verbundenen Heimvorteil für die Play-offs zu erreichen. „Wir wollen am Mittwoch unbedingt gewinnen und ein Statement setzen“, betont der Alba-Coach deshalb, auch wenn er weiß: „Phoenix ist definitiv kein einfacher Gegner für uns, was wir auch schon im Hinspiel in Hagen zu spüren bekommen haben.“ Damals war die Partie bis in die Schlussminuten offen, ehe Alba mit 98:90 siegte.

„Natürlich müssen wir unseren Fokus auf ihr gefährliches und schnelles Run&Gun-Spiel legen“, sieht Obradovic sein Team gerade in der Defensive gefordert. Allerdings hatten die Hagener, die Alba bis zur laufenden Spielzeit viermal in Folge daheim bezwungen konnten, in der O2-World bisher nie auch nur den Hauch einer Chance. 64:90, 78:108, 86:114, 67:109 und 79:107 hießen die Ergebnisse bisher, Phoenix verlor also im Schnitt mit mehr als 30 Punkten. An das letzte Aufeinandertreffen in Berlin am Silvestermittag 2013 dürfte zudem Phoenix-Trainer Ingo Freyer nicht die allerbesten Erinnerungen haben: Von FIBA-Schiedsrichter Robert Lottermoser wurde er damals bereits im Startviertel disqualifiziert, als er nach einer vermeintlichen Fehlentscheidung aufs Spielfeld gestürmt war, und musste die Halle verlassen.

„Spiele in Berlin sind immer eine riesige Herausforderung“, freut Freyer sich dennoch auf die Reise in die Hauptstadt, die die Hagener am Mittwoch per Zug antreten. Mit zum Kader gehören wird dann neben den üblichen Akteuren auch Youngster Jonas Grof, der mit Noma Iserlohn erst am Samstag zum Halbfinal-Rückspiel der ProB-Playoffs beim SC Rist Wedel antreten muss. „Jonas wird Einsatzzeiten erhalten“, kündigte Freyer an, „er hat zuletzt in Iserlohn und bei den Juniors stark gespielt.“ Dagegen fehlt der am Ellbogen operierte Kapitän David Bell. Während für die Hagener das 30. Pflichtspiel der Saison ansteht, wird es für Berlin übrigens bereits die 56. Partie in Meisterschaft, Euroleague und Pokal sein.