Im Kraichgau landet Hagener Team auf Rang zehn

Den Kontakt zur Spitze ließen Cecilia D’Aniello, Tanja Erath, Sara Baumann und Sara Moretti (von links)schnell abreißen, am Ende reichte es für das Hagener Team beim Bundesligarennen im Kraichgau zu Rang zehn.
Den Kontakt zur Spitze ließen Cecilia D’Aniello, Tanja Erath, Sara Baumann und Sara Moretti (von links)schnell abreißen, am Ende reichte es für das Hagener Team beim Bundesligarennen im Kraichgau zu Rang zehn.
Foto: WP

Kraichgau/Hagen..  Bei den Triathlon-Festtagen im Kraichgau kam das junge Sparda-Bank-Team Hagen am Auftakt-Abend nicht über eine Nebenrolle hinaus. Im zweiten Bundesliga-Rennen der Saison belegten Tanja Erath, Sara Baumann, Cecilia D’Aniello und Sara Moretti in einem Weltklasse-Feld Rang zehn, in der Gesamtwertung der Eliteklasse rangiert man auf Platz sieben. „Wir sind noch mal mit einem blauen Auge davongekommen“, hatte Klubchef Jochen Baumann zwischenzeitlich ein weiteres Zurückfallen befürchtet. Beim Saisonauftakt in Buschhütten war das Hagener Team noch auf Rang sechs gelandet.

Vor großer Kulisse im Kraichgau, wo tags darauf beim Ironman 70.3 auch der deutsche Meister über die Mitteldistanz gekürt wurde, mussten die Hagenerinnen ersatzgeschwächt antreten. Mit Sara Papais, die wie Luisa Iogna-Prat bei den italienischen Meisterschaften gefordert war, fehlte die beste Schwimmerin. Bei Duathlon-Europameisterin Franziska Scheffler lag der Fokus ohnehin auf dem Halb-Ironman, erkrankt musste sie aber im Kraichgau komplett passen. So gaben mit Cecilia D’Aniello und Sara Moretti zwei italienische Juniorinnen ihr Debüt beim Hagener Tri-Team.

Im stark besetzten Feld, in dem am Ende die für Spitzenreiter TV Buschhütten startende Neuseeländerin Andrea Hewitt nach 56:33 Minuten siegte, verpassten die Hagenerinnen schon bei den 750 m zum Auftakt im Hardtsee den Anschluss an die Spitze. „Das Schwimmen war sehr schnell, da konnten wir ganz vorn nicht mithalten“, sagt Baumann, dessen Tochter Sara nach 11:25 Minuten als erste Hagenerin auf Rang 35 das Wasser verließ. Moretti (36.), D’Aniello (40.) und Erath (45.) folgten, auf dem Rad waren allerdings die besten 19 Triathletinnen schon 40 Sekunden und mehr enteilt. „Diese Lücke ist auf der flachen Strecke einfach nicht zuzufahren“, weiß Jochen Baumann, „da muss man beim Laufen retten, was noch zu retten ist.“ Immerhin arbeitete sich das Tri-Team-Quartett auf der 20 Kilometer langen Radstrecke etwas nach vorn, ehe man im 5-km-Lauf noch seine Qualitäten zeigte. Das galt besonders für Sara Baumann, die am Ende auf Rang 23 nach 1:00,26 Stunden vor D’Aniello (33. in 1:01,41), Moretti (45. in 1:03,29) und Erath (49. in 1:06,11) beste Hagenerin war.

„Noch ist nichts passiert“, nahm Jochen Baumann die mäßige Platzierung gelassen, Abstiegsgefahr sieht er nicht: „Ich glaube, dass wir uns in den nächsten Rennen eher nach oben orientieren können.“ Denn sowohl am 28. Juni in Düsseldorf als auch am 2. August in Tübingen hofft er auf die Hagener Bestbesetzung - mit Sara Papais und Franziska Scheffler.