HSV-Trainer Boss fordert Wir-Gefühl und Leidenschaft

HSV-Kapiitän Patrick Schoppen (links) soll am Pfingstmontag erstmals nach seiner Verletzung wieder in der Startformation stehen.
HSV-Kapiitän Patrick Schoppen (links) soll am Pfingstmontag erstmals nach seiner Verletzung wieder in der Startformation stehen.
Foto: WP Michael Kleinrensing

Hagen..  Nach vier Siegen in Folge und 22:3 Toren riss die Erfolgsserie des Fußball-Landesligisten Hasper SV zuletzt beim SV Hilbeck. Noch schlimmer als die 2:3-Niederlage waren für Werner Boss die personellen Begleiterscheinungen. „Die Undiszipliniertheiten am vergangenen Sonntag können uns den Klassenerhalt kosten“, sagt der HSV-Trainer vor dem Heimspiel am Pfingstmontag gegen den SSV Mühlhausen-Uelzen (Anstoß 15 Uhr).

Gleich drei Akteure besorgten sich in Hilbeck ein spielfreies Pfingstwochenende. Verteidiger Mirco Heinzer handelte sich die fünfte Gelbe Karte ein und muss gegen Mühlhausen ebenso von außen zusehen wie Hakan Dursun, der Gelbrot sah. Sogar zu Ende ist die Saison für Murat Sertkaya. Der Toptorjäger, der erst in der Winterpause kam und seitdem bereits 15 Mal traf, musste wegen Schiedsrichter-Beleidigung den Platz verlassen. Gestern wurde die Befürchtung der Klubverantwortlichen bestätigt: Vier Spiele Sperre bedeuten, dass der Sturmführer in dieser Saison nicht mehr mitwirken darf.

Bevor Sertkaya in Haspe anheuerte, war der Sturm ein laues Lüftchen. Anas Chaoui überwinterte als HSV-Toptorjäger, dafür reichten drei Treffer. Für die letzten vier Saisonspiele muss Werner Boss einen neuen Goalgetter aus dem Hut zaubern. „Chaoui ist zwar mehr ein Vorbereiter, aber ich habe ihm gesagt, dass er den Ball auch mal ins Tor schießen darf“, hofft der Hasper Übungsleiter, dass seine Empfehlung umgesetzt wird. Auch Bilal Özüsaglam hat viel Offensivpotenzial, allerdings meist nur bis zum Strafraum. In die Spitze soll am Montag Hakan Özdil rücken. „Er ist schnell, frech und groß“, hofft Boss, dass der Sertkaya-Ersatz seine Qualitäten nachweisen kann. Gleiches erwartet er von allen Akteuren, die für die gesperrten Kollegen auf den Platz geschickt werden. Kapitän Patrick Schoppen, zuletzt nach der Pause eingewechselt, soll erstmals nach seiner Verletzung wieder in der Startformation stehen.

Hinspiel mit 0:2 verloren

Während die Hasper nur aufgrund des besseren Torverhältnisses gegenüber SW Wattenscheid nicht auf einem Abstiegsplatz stehen, verschaffte sich Mühlhausen-Uelzen zuletzt mit einem 3:2-Sieg gegen Sodingen ein Sechspunkte-Polster zur Gefahrenregion. Das Hinspiel gegen den HSV gewannen die Unnaraner im November 2014 mit 2:0. Es war die erste Partie nach dem Rücktritt von Trainer Christian Hagemann. Interimscoach Marcel Kröner stand erstmals verantwortlich an der Seitenlinie.

Werner Boss, der den Sohn des HSV-Chefs Harald Kröner im Januar beerbte, hat konkrete Vorstellungen, wie der Klassenerhalt aller personellen Widrigkeiten zum Trotz geschafft werden kann: „Wir brauchen Zweikampfstärke, Leidenschaft und Wir-Gefühl, um erfolgreich zu sein!“