HSG Wetter-Grundschöttel feiert 20. Geburtstag

Die erste Herrenmannschaft der HSG Wetter-Grundschöttel spielt momentan noch in der Landesliga – und auf dem Bild gerade gegen den TV Schwitten. Die HSG-Herren belegen allerdings den letzten Platz und werden wohl absteigen.
Die erste Herrenmannschaft der HSG Wetter-Grundschöttel spielt momentan noch in der Landesliga – und auf dem Bild gerade gegen den TV Schwitten. Die HSG-Herren belegen allerdings den letzten Platz und werden wohl absteigen.
Foto: Tobias Schad
Was wir bereits wissen
Spielgemeinschaft blickt auf eine Erfolgsgeschichte zurück. Allerdings bereitet die Jugendarbeit Probleme – es fehlen Trainer.

Wetter..  Es ist nur eine kleine Grafik, die im Sportzentrum Oberwengern hängt. Doch für die Vereinsmitglieder der Handballspielgemeinschaft Wetter/Grundschöttel (HSG) bedeutet sie sehr viel. Die Grafik zeigt die Namen der Personen, die die HSG mitgestaltet haben. Und in der Mitte prangt ein Name: Gernot Heyne. „Ohne ihn hätte es unser Verein schwer gehabt“, erklärt der Geschäftsführer Ken Baltruschat.

Großes Loch gerissen

Heyne hat die HSG seit der Gründung im Jahr 1995 maßgeblich unterstützt. Und er ist ein entscheidender Faktor dafür, dass der Verein nun seit 20 Jahren die Handball-Landschaft in Wetter prägt. „Sein Tod im Juni 2013 hat ein großes Loch gerissen, aber wir machen auch für ihn weiter“, sagt Baltruschat. Im April will die HSG nun ihren 20. Geburtstag feiern und gemeinsam mit Freunden und Sponsoren zwei erfolgreiche Jahrzehnte Revue passieren lassen.

Im April 1995 wurde die Handballspielgemeinschaft gegründet. Sie geht aus den Handballabteilung der TGH Wetter und des TuS Grundschöttel hervor. „Wenn man überlegt, dass damals unsere beiden ersten Mannschaften in der Kreisliga spielten, haben wir in den Jahren ganz schön was erreicht“, merkt Baltruschat an. Mittlerweile spielt die erste HSG-Herrenmannschaft in der Landesliga – wird nach dieser Spielzeit aber vermutlich absteigen (siehe Infobox). Außerdem werfen nun auch zwei Damenmannschaften in HSG-Trikots die Bälle ins gegnerische Tor. „Ein tolle Entwicklung“, so der Geschäftsführer, der aber auch sagt: „Am Anfang gab es unter den Mitgliedern ein paar Frotzeleien. Wenn zwei Vereine sich zusammenschließen, ist das aber normal. Jetzt sind wir eine Einheit.“

Jugendarbeit ausbauen

Probleme gibt es aber noch genug. „Bei der eigenen Jugendarbeit haben wir noch viel zu tun“, erklärt Ken Baltruschat. Momentan existieren nur fünf Jugendmannschaften. Außerdem sucht der Vorstand noch einen Trainer für die „Minis“. „In diesem Alter geht es nur darum, den Kindern Ballgefühl zu vermitteln“, so Baltruschat. Auch die männliche B-Jugend könnte noch einen Co-Trainer gebrauchen. „Wir benötigen zuverlässige Leute, die mit viel Engagement die Jugend voranbringen wollen“, erklärt der HSG-Geschäftsführer.

Und ein bisschen träumen darf man auch. „Natürlich fehlt eine eigene Halle“, so Ken Baltruschat: „Aber die werden wir nicht bekommen.“ Deswegen wird die HSG wohl auch die kommenden 20 Jahre im Sportzentrum Oberwengern trainieren. Die Grafik, auf der der Name von Gernot Heyne abgebildet ist, wird in dieser Zeit ganz sicher nicht abgehängt.