HSG Herdecke/Ende macht Gummersbach nur kurz nervös

Zupackend: Die Verteidigung des VfL Gummersbach mit Magnus Neitsch (links) ließ Herdeckes Maximilian Rust (am Ball) und Co. nach anfänglichen Problemen nur wenig Spielraum. Vor gut besetzten Rängen in der Bleichsteinhalle mussten sich die Gastgeber dem Bundesliga-Nachwuchs geschlagen geben.
Zupackend: Die Verteidigung des VfL Gummersbach mit Magnus Neitsch (links) ließ Herdeckes Maximilian Rust (am Ball) und Co. nach anfänglichen Problemen nur wenig Spielraum. Vor gut besetzten Rängen in der Bleichsteinhalle mussten sich die Gastgeber dem Bundesliga-Nachwuchs geschlagen geben.
Foto: Peter Pickel
Was wir bereits wissen
  • Team von Trainer Mathias Grasediek überrascht Gäste in der Anfangsphase
  • VfL Gummersbach nimmt bis zur zwölften Minute zwei Auszeiten
  • HSG-Coach bemängelt am Ende „fehlende Passgenauigkeit und Geduld“

Herdecke..  Die Handball-Bundesliga ist in Herdecke angekommen. Überfüllte Parkplätze am Bleichstein zeugten schon im Vorfeld vom großen Interesse der Handballfans für das zweite Heimspiel der A-Jugend. Gegen den Nachwuchs des VfL Gummersbach kassierten die Herdecker vor gut 400 Zuschauern mit 29:34 (13:18) ihre dritte Niederlage im vierten Spiel.

Wieder waren ehemalige Spieler aus glorreichen TSG-Zeiten dabei. Etwa Hartmut Stein, der in der damaligen Oberliga am gegnerischen Kreis für Unruhe sorgte. Genau wie Carsten Fege, dessen Sohn Christopher auch in der HSG-A-Jugend spielt. Der in Hohenlimburg aufgewachsene Fege kann sich noch gut an seine Zeit bei der TSG erinnern. „Hier vor der Halle habe ich den Herdeckern damals per Handschlag den Zuschlag gegeben“, sagt Fege, eher er wieder seiner Arbeit als Platzordner nachgeht.

Bis zur 12. Minute zwei VfL-Auszeiten

Hagens Schiedsrichterwart Volker Hallman war auch in der Halle. Schließlich waren zwei junge Schiedsrichter aus dem Handballkreis Hagen-Ennepe/Ruhr auf der Platte. „Alexander Barth und Dustin Otto gehören dem DHB-Kader an. Bei weiterhin guten Leistungen ist der Aufstieg in die Bundesliga der Frauen und Männer möglich“, so Hallmann. Am Sonntag gaben Barth und Otto keinen Anlass zur Kritik in einem Spiel mit wechselnden großen Führungen. Dabei war die heimische Mannschaft in den ersten zwölf Minuten das spielbestimmende Team. Die 9:4-Führung der Herdecker ließ die Fans aus der Ruhrstadt jubeln. Nicht nur allein ein Verdienst von Lauritz Wefing, der in dieser Phase drei seiner sechs Treffer erzielte.

Auf der Gummersbacher Bank wurde man nervös. Trainer Denis Bahtijarevic nahm in der sechsten und zwölften Minute seine beiden Auszeiten. Bis zu diesem Zeitpunkt ohne Erfolg. Das Fundament zu ihrem doppelten Punktgewinn legten die Gummersbacher dann zwischen der 21. Minute, Spielstand 12:11, und der 27. Minute zum 12:18. Immer wieder waren es die Tempogegenstöße der pfeilschnellen Gummersbacher Angreifer, die den Vorsprung durch die Treffer von Albin Xhafolli (6), Tobias Weiler (7) und Magnus Neitsch (5) ausbauen konnten. Mit 13:18 aus Sicht der Gastgeber ging es in die Pause.

Nach 44 Minuten führte der VfL mit 25:17. Die HSG steckte aber nicht auf und schaffte noch eine Ergebniskorrektur zum 29:34. „Wir sind in diesem Spiel gut gestartet. Vielleicht zu gut“, beschrieb Herdeckes Trainer Mathias Grasediek die Startphase. Der HSG-Coach bemängelte aber auch die fehlende Passgenauigkeit und Geduld seiner Spieler. „Es sind noch viele kleine Schritte“, so Grasediek nach einem Spiel, das vielen Zuschauern trotz der Niederlage gefallen hat.

HSG Herdecke/Ende: Seuthe, Bentlage; Spannekrebs (7/1), Wefing (6), Rindle (6/1), Erik Foerster (3), Zymny (3), Sokat (2), Maximilian Rust (2), Still, Grasediek, Tim Foerster, Niklas Rust, Fege.