Hohenlimburg kennt im Derby kein Pardon

Hagen..  In der Handball-Landesliga gewann Titelaspirant HSG Hohenlimburg das Derby gegen Aufsteiger TuS Volmetal II standesgemäß mit acht Toren Differenz. Der VfL Eintracht Hagen II kam im Kampf um den Klassenerhalt zu einem wichtigen Sieg gegen Schalksmühle-Halver II. Dagegen verlor das Schlusslicht HSG Wetter/Grundschöttel II durch eine Heimniederlage gegen Wellinghofen weiteren Boden.

HSG Hohenlimburg – TuS Volmetal II 33:25 (20:12). Auch im zweiten Vergleich der befreundeten Lokalrivalen gab es keine Überraschung, musste sich der Landesliga-Aufsteiger aus Dahl dem Landesliga-Titelkandidaten erneut beugen. Und anders als im Hinspiel blieb jeglicher Spannungsbogen aus, weil der Spitzenreiter aus Hohenlimburg sofort ernst machte, aggressiv verteidigte, dadurch zu schnellen Kontern kam und sich bereits in der fünften Minute auf 7:1 abgesetzt hatte.

Die Volmetaler hatten nur einen Pfeil im Köcher, nämlich ihren Halbrechten Florian Schwarze, der die Verkürzung auf 11:8 ermöglichte und bis zum Seitenwechsel die Hälfte der zwölf TuS-Tore erzielte. Dem stand eine hohe mannschaftliche Geschlossenheit der gastgebenden Simec-Schützlinge entgegen.

Vor allem Spielmacher Niklas Strohhammer und Linksaußen Sebastian Marks präsentierten sich vor den mehr als 250 Zuschauern in Bestform. Per Viererpack zum 15:8 (19.) sorgte die HSG für klare Verhältnisse, durfte bis zum Seitenwechsel schon 20 Tordurchsagen miterleben, wobei Goebels per Kempatrick nach Geislers Pass ein Highlight zum Halbzeitstand setzte.

Dass Patrick Arlt fehlte und Robin Güntner, der übrigens in der kommenden Saison für Schalksmühle-Halver II spielen wird, nur zehn Minuten mitwirkte, tat der Überlegenheit der von den erfahrenen Wittke-Brüdern dynamisch gelenkten Hausherren keinen Abbruch, führte allerdings dazu, dass die zweite Hälfte völlig ausgeglichen verlief. Das stimmte Volmetals Coach Jörg Bouwain („Wir sind zu Beginn ins offene Messer gelaufen, haben uns aber nicht hängen lassen“) ein wenig versöhnlich. Durch die Siege von Eintracht Hagen III und Soest II hat sich die Abstiegsgefahr allerdings wieder erhöht.

Hohenlimburg: Marks (6), Strohhammer (6/3), Goebels, P. Wittke, B. Wittke (je 4), Geisler, Pallasch (je 3), Tolksdorf (2), Hollatz (1). Volmetal II: Schwarze (11), Schnepper (4), Jozinovic (3/1), Ohrmann, Messarius (je 2), Kaiser, Bürger, Hennes (je 1).

HSG Wetter/Grundschöttel - TuS Wellinghofen 24:29 (10:13). Wellinghofen sei für die Wetteraner kein Maßstab, sagte Grundschöttels Co-Trainer Andreas Fieberg, dennoch zeigten seine Jungs eine ansprechend Leistung. „Wir haben bewiesen, dass wir konkurrenzfähig sind.“ Den Unterschied machte der Dortmunder Rückraum aus. Laut Fieberg erzielten die Gäste rund 90 Prozent ihrer Tore aus der Distanz, „sie waren im Eins-gegen-Eins einfach extrem stark und hatten viele Wurfvariationen.“ Bis Mitte der zweiten Hälfte (18:21) blieben die Hausherren auf Schlagdistanz, doch dann erlaubten sie sich unter anderem drei Ballverluste in Serie. So zogen die Dortmunder spielentscheidend auf 25:20 davon. Glück im Unglück hatte Wetters Tino Zöllkau, der sich eine schwere Scheinbeinprellung zuzog. „Da hatten wir schon schlimmeres befürchtet.“

HSG: Brauner, Köhrer (je 6), Reuter (5), Brauer (3), Wicher, Zöllkau (je 2).

VfL Eintracht Hagen III - SG Schalksmühle/Halver II 32:31 (17:15). Eintracht-Trainer Andreas Kuno führte mehrer Gründe für den Heimerfolg an. Zunächst einmal standen die Hausherren dank der Unterstützung von Jörn Ilper und Levin Cengiz defensiv deutlich stabiler. Zu Beginn deckten die Hagener gegen Schalksmühles Rückraumspieler Marcel Meisterjahn „auf Mann“, später stellten sie auf eine 6:0-Abwehr um. „Beide hat gut funktioniert“, freute sich Kuno. Und dann hatten die Hagener, anders als sonst, mehr Wechselmöglichkeiten auf der Bank. Zudem hielt VfL-Torwart Till Steger im letzten Gäste-Angriff den Sieg fest.

Eintracht III: Hoppe (10), Ilper (5), Gendig (4), Kowalski,. Uhrmacher (je 3), Dahlhaus, Müller, Dengiz (je 2), Schlotmann (1).