Herne lässt Traum des TSV Hagen 1860 platzen

Alle Unterstützung von den Rängen half nichts. Die U17-Basketballerinnen des TSV Hagen 1860 waren im Halbfinale um die norddeutsche Meisterschaft chancenlos.
Alle Unterstützung von den Rängen half nichts. Die U17-Basketballerinnen des TSV Hagen 1860 waren im Halbfinale um die norddeutsche Meisterschaft chancenlos.
Foto: WP Michael Kleinrensing

Hagen..  Der Traum ist geplatzt. Und zwar auf eine Art und Weise, mit der niemand gerechnet hatte. Die U17-Bundesliga-Basketballerinnen des TSV Hagen 1860, im WNBL-Spielbetrieb bis Samstag das überragende Team der Nord-Staffeln, verloren in der Vorhaller Karl-Adam-Halle das Halbfinale um die norddeutsche Meisterschaft klar mit 43:74 (26:39) und mussten damit die Hoffnungen auf den zweiten deutschen Titel nach 2013 begraben. Der 65:44 (24:29)-Erfolg am Sonntagvormittag gegen Chemnitz im bedeutungslosen Spiel um Platz drei war noch nicht einmal ein schwacher Trost.

Beide Punktspiel-Partien hatten die Schützlinge von Trainer Sajeevan Sarangan gegen Herne gewonnen, wenn auch einmal nur mit einem Punkt (62:61). Und der Tabellenzweite der Nordweststaffel hinter dem souveränen 1860-Team, das bis Samstag 19 seiner 20 Saisonspiele gewonnen hatte, konnte zur Nord-Endrunde die von Verletzungen genesenen U16-Nationalspielerinnen Anne Lattenküper und Malina Sola wieder aufbieten. „Aber daran lag es heute nicht“, analysierte Sarangan nach Spiel.

„Wir haben von Anfang an von außen nicht getroffen“, haderte der TSV-Coach. Im ersten Viertel fiel kein einziger Dreier durch die Reuse. „Normalerweise schaffen wir elf, zwölf pro Spiel“, so Sarangan. „Und den Schalter, stattdessen unter den Korb zu spielen, haben wir nicht gefunden.“

Die Sechzigerinnen führten nur ein einziges Mal. Mit 1:0 durch einen verwandelten Freiwurf von Auswahlspielerin Leonie Schütter.

Das erste Viertel wurde vor rund 250 Zuschauern mit 9:18 verloren, der zweite Abschnitt ging mit 21:17 an die Gäste. Und spätestens nach dem dritten Viertel, das Herne mit 15:7 gewann, hatten die TSV-Mädchen alle Hoffnungen verloren.

„Wir haben zwei Jahre lang auf das große Ziel hingearbeitet und die Mannschaft war zuletzt so gut in Form. Umso bitterer ist es“, suchte Sajeevan Sarangan vergebens Gründe für das abrupte Saisonende. Als Nordmeister hätte der TSV 1860 auch die deutsche Endrunde ausrichten dürfen. Dieses Privileg haben jetzt die Girls-Baskets Braunschweig/Wolfenbüttel.

TSV 1860: Bönicke (4), Coester, Colakoglu (6), Fritz (10), Hujic, Ismail (2), Michalski (3), Schneider, Schnietz (3), Schütter (15), Walder.

Jubel in Braunschweig und Wolfenbüttel

Das Finale gewannen die Girls Baskets Braunschweig/Wolfenbüttel nach Verlängerung mit 61:57 gegen den Herner TC.

Braunschweig/Wolfenbüttel hatte sich im Halbfinale gegen die ChemCats Chemnitz mit 62:52 durchgesetzt.