Herdecker Vereine müssen sich weiter gedulden

Noch ist die Rutsch im Schrabergbad verwaist.
Noch ist die Rutsch im Schrabergbad verwaist.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Das Schrabergbad soll erst nach den Sommerferien öffnen. Der TSV Herdecke beklagt Austritte, der TuS Ende lobt die Stadt - der Stadtsportverband ebenfalls.

Herdecke..  Die Vereine in Herdecke müssen sich weiter gedulden. Das Schrabergbad soll erst nach den Sommerferien wieder seine Pforten öffnen. „Wir hatten eigentlich gehofft, dass es nach den Osterferien bereits los geht“, erklärt Thomas Bieber vom Stadtsportverband. Doch Herdeckes Wassersportler werden noch einige Monate länger nur im Hallenbad am Bleichstein trainieren können. Und die Vereine müssen weiter improvisieren.

„Bei uns haben einige Mitglieder gekündigt“, sagt Antje Meyer, Kassenwartin beim TSV Herdecke. Bevor das Schrabergbad im Frühjahr 2013 dicht machte, nutzten die TSV-Mitglieder das Schwimmbecken zum Beispiel für Aqua-Jogging. „Diese Kurse können wir seitdem nicht mehr anbieten“, erklärt Meyer. Bis zu 15 Mitglieder haben dem Verein deswegen den Rücken gekehrt. Außerdem wird die Warteliste für die Schwimmlernkurse immer länger. Meyer: „Wir können im Bleichsteinbad nur donnerstags einen Anfängerkurs anbieten.“ 20 Kinder haben in diesem Kurs Platz, viele weitere würden gerne teilnehmen. Auch Thomas Bieber sieht die Situation bei den Schwimmlernkursen problematisch: „Da fehlen momentan Plätze.“

Der TSV überlegt deswegen, wie er die zusätzlichen Schwimmzeiten nutzen möchte, wenn das Schrabergbad nach den Sommerferien wieder eröffnet. „Vielleicht bieten wir weitere Schwimmlernkurse an oder wir bauen wieder eine Aqua-Fitness-Gruppe auf“, erklärt Meyer, die die Seniorensportler nicht verprellen möchte.

Zusammenarbeit mit der Stadt klappt

Die Verantwortlichen des TuS Ende freuen sich zwar auch, wenn sie das Schrabergbad wieder nutzen können, trotzdem sind sie mit der momentanen Situation nicht unzufrieden. „Die Zusammenarbeit mit der Stadt hat sehr gut geklappt“, betont Arno Schönknecht vom TuS Ende und ergänzt: „Wir konnten unsere Trainingszeiten eigentlich eins zu eins übernehmen.“ Anders als der TSV Herdecke bieten die Ender weiterhin einen Aqua-Fitness-Kurs an. Dreimal die Woche trainiert eine große Gruppe momentan am Bleichstein. „Sie fühlen sich dort wohl“, sagt Schönknecht: „Trotzdem vermissen wir natürlich unser altes Bad.“

Thomas Bieber ruft die Vereine dazu auf, die Stadt in Ruhe sanieren zu lassen: „Es ist schon eine gute Sache, dass Herdecke bei einer klammen Haushaltskasse zwei Lehrschwimmbecken unterhält.“ Die Sportler müssten sich deswegen noch etwas länger mit der Situation arrangieren. „Nun sollte man der Stadt die Zeit lassen, denn gut Ding braucht Weile“, erklärt Bieber und hofft nun, dass die Sanierung nicht noch länger dauert.