Henning Becker erkennt Überlegenheit an

Wellinghofens Trainer Henning Becker akzeptierte die Überlegenheit der HSG.
Wellinghofens Trainer Henning Becker akzeptierte die Überlegenheit der HSG.
Foto: Manuela Schwerte/press

Hohenlimburg..  Wegen eines Wasserschadens in der Halle wurde die Handball-Landesligapartie der HSG Hohenlimburg beim TuS Wellinghofen neun Minuten vor Schluss abgebrochen. Die Hohenlimburger führten zu diesem Zeitpunkt zwar mit 25:16, doch normalerweise hätte es laut Spielordnung trotzdem eine Neuansetzung der Partie gegeben. Darauf verzichteten die Dortmunder jedoch umgehend – und erkannten die HSG als verdienten Sieger an. Im Interview nennt Wellinghofens Trainer Henning Becker die Gründe für diese Entscheidung.


Frage: Wer hat den Spielabbruch denn überhaupt veranlasst?
Henning Becker:
Die Schiedsrichter haben die Partie sofort abgebrochen, als sie gesehen haben, dass es auf das Spielfeld tröpfelte. Dass der Boden völlig trocken war, wie einige behaupteten, ist übrigens nicht richtig. Tatsächlich tropfte es mal mehr, mal weniger – was wohl mit der Stärke des Regens zusammenhing. Wir hätten sogar gerne zu Ende gespielt, aber die Unparteiischen haben sofort auf Abbruch entschieden.


Und warum hat der TuS Wellinghofen auf eine Neuansetzung verzichtet? Theoretisch hätte Ihre Mannschaft ein Wiederholungsspiel ja sogar gewinnen können.
Fakt ist doch, dass wir an diesem Tag überhaupt nicht präsent und deutlich schlechter als die HSG waren. Da muss man ehrlich sein: Wir hätten wohl bis Mitternacht spielen können und keine Chance gehabt; was sicherlich auch damit zusammenhing, dass bei uns fünf Mann fehlten. Aber das soll keine Entschuldigung sein. Die Hohenlimburger hätten verdient gewonnen und deshalb wäre es nicht fair gewesen, auf ein Wiederholungsspiel zu bestehen. Das hätte nicht meiner sportlichen Einstellung entsprochen.


Haben Sie als erfahrener Trainer und Spieler, der selbst einmal bei der HSG Hohenlimburg aktiv war, schon mal etwas Vergleichbares erlebt?
Nein, so etwas ist mir bislang noch nicht passiert. Allerdings kam es nicht völlig überraschend, denn die vorausgegangene Partie ist ja ebenfalls abgebrochen worden. Darauf haben wir unsere Spieler auch hingewiesen. Deren Reaktionen waren nach dem Abbruch unterschiedlich; fest stand für die Mannschaft aber, dass sie kein Wiederholungsspiel will.


Konnte der TuS denn problemlos auf eine Neuansetzung verzichten?
Darüber ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Eventuell droht uns sogar eine Geldstrafe, weil in diesen Fällen ein Wiederholungsspiel die übliche Entscheidung ist. Eine solche Strafe würden wir sogar in Kauf nehmen. Denn wie gesagt: Wir waren an diesem Tag einfach schlecht.