„Hatten großes Verletzungspech“

Fußball, U17-Westfalenliga: SV Hohenlimburg 1910 - SuS Scheidingen
Fußball, U17-Westfalenliga: SV Hohenlimburg 1910 - SuS Scheidingen
Foto: WP

Hohenlimburg..  Am Sonntag um 12.40 Uhr war es besiegelt. Nach nur einem Jahr Ligenzugehörigkeit steigen die U17-Fußballmädchen des SV Hohenlimburg 1910 aus der Westfalenliga ab. Nach der 0:1 (0:0)-Heimniederlage gegen SuS Scheidingen ist ein Spieltag vor Schluss die Messe gelesen.

Die Enttäuschung war groß bei den Mädels sowie den Trainern Justin Kunze und Thomas Gebauer. Die Zehnermädchen erarbeiteten sich ein Übergewicht an Chancen, aber der Ball wollte einfach nicht ins Netz. In Minute 70 fiel das 1:0 für Scheidingen. Trotz eines aufopferungsvollen Kampfes schaffte der SV 10 die Wende nicht – zumal die Gastgeberinnen ab der 64. Minute in Unterzahl agierten. Diese Zeitung sprach mit Trainer Thomas Gebauer.

Herr Gebauer, wo sehen Sie die Ursachen, dass es Ihre Mannschaft nicht geschafft hat?

Thomas Gebauer: Unsere Personaldecke war recht dünn, zudem haben wir auch großes Verletzungspech gehabt. In der Hinrunde haben wir ohne etatmäßige Torhüterin gespielt, zur Rückrunde haben wir mit Pia Holtmann eine Klasse-Torfrau zwischen den Pfosten gefunden, die tolle Leistungen gezeigt hat. Wir mussten die Erfahrung machen, dass in der Westfalenliga jeder Fehler gnadenlos bestraft wird, 60 gute Minuten reichen da eben nicht. Das war in der Bezirksliga anders. Menschlich hat es im Team gepasst, die Mädchen haben auch außerhalb des Platzes viel unternommen.

Wie groß war die Enttäuschung?

Natürlich riesig, ich habe mich nach dem Spiel erst einmal um die Mädels gekümmert, um sie wieder aufzubauen. Auch Justin war unten durch. Aber diese Erfahrung muss man auch machen. In der Bezirksliga haben wir fast alles gewonnen, in dieser Saison war es anders.

Kann man trotzdem aus dieser Saison etwas Positives mitnehmen?

Wie wissen, dass wir in der Liga die Trainingsintensität doch etwas erhöhen müssen, wenn man sich dort halten will. Es war ja wirklich nicht alles schlecht, wir haben ja gute Spiele gemacht, nur zu wenig das Tor getroffen. Bis zum Schluss war der Ligaerhalt ja drin. Wenn wir gegen Scheidingen das 1:0 gemacht hätten, wäre das Spiel auch anders ausgegangen. Sehr positiv war, dass wir als Mädchenmannschaft vom Hauptverstand keineswegs stiefmütterlich behandelt wurden. Erich Berlet oder Bernd Preußner haben sich bei uns immer auf dem Laufenden gehalten.

Wie sieht die Mannschaft in der kommenden Saison aus?

Sieben Spielerinnen werden in den Frauenbereich wechseln, darunter unsere Leistungsträgerinnen Hanna Rafflenbeul und Buket Celik. Unser Kapitän Franziska Heinisch wird wohl zum FC Iserlohn oder nach Bochum wechseln. Aber es rücken einige Talente auf, zudem haben sich schon einige neue Spielerinnen angekündigt, spruchreif ist allerdings noch nichts. Wir werden auch in der kommenden Saison eine schlagkräftige Truppe stellen und in zwei Jahren vielleicht noch einmal einen Anlauf Richtung Westfalenliga wagen.

Machen beide Trainer weiter?

Ich gehe davon aus, dass ich weitermache. Und bei Justin gehe ich auch mal davon aus. Im BII- und Frauen-II-Bereich werden wir wohl noch eine Ergänzung bekommen, ansonsten haben alle Trainer positive Signale gegeben.

Was werden Sie mit Ihrer Mannschaft noch bis zur Sommerpause unternehmen?

Sonntag haben wir noch das letzte Spiel in Herford. Eine Abschlussfahrt ist ebenfalls angedacht. Es liegen einige Turniereinladungen vor, da müssen wir mal schauen. Im nächsten Jahr feiern wir zehn Jahre Mädchenfußball beim SV Hohenlimburg 1910, da werden wir ein großes Turnier veranstalten. Wir haben schließlich in den vergangenen Jahren viele Kontakte geknüpft.

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