Hasper SV und Westfalia-Frauen feiern

Foto: WP Michael Kleinrensing

Hagen..  Keine Überraschungen gab es bei den Fußball-Kreispokal-Endspielen am Donnerstag in der Hasper Bezirkssportanlage. Bei den Herren setzte sich Landesligist Hasper SV mit 3:1 gegen den Bezirksligisten TSG Herdecke durch. Im Damen-Finale bezwang Westfalenligist Westfalia Hagen die klassentiefere Elf von Blau-Weiß Voerde am Ende mit 2:0.

Herren-Finale: Hasper SV - TSG Herdecke 3:1 (1:0). Entscheidend für den Verlauf der Partie vor rund 400 Zuschauern war die frühe Führung des gastgebenden Landesligisten. Nach einer Flanke aus dem Halbfeld köpfte Kemal Özdemir bereits nach zwei Minuten zum 1:0 ein. „Vor dem Spiel habe ich noch darauf hingewiesen, dass wir Haspes Kopfballstärke auf jeden Fall unterbinden müssen“, konnte Herdeckes Trainer Zoltan Hülsberg seinen Plan schnell verwerfen.

Nach dem Führungstor entwickelte sich eine Begegnung auf schwachem Niveau, technische wie taktische Fehler und viele Nickligkeiten ließen auf beiden Seiten kaum Spielfluss zu. Entsprechend bedient war Haspes Coach Werner Boss nach den zuletzt so überzeugenden Auftritten seiner Elf in der Meisterschaft: „Nach dem 1:0 haben wir die Handbremse angezogen. Wir sind zwar auch nicht ernsthaft in Bedrängnis geraten, aber schön war das trotzdem nicht.“

Die zweite Halbzeit war dann über weite Strecken ein Spiegelbild der ersten. Ein Fernschuss von Herdeckes Florian Drevermann (65.) sowie ein missglückter Abschlussversuch von HSV-Stürmer Murat Sertkaya (70.) waren noch die besten Torchancen. Bis zur 80. Spielminute. Was dann passierte, entschädigte für die schwache Vorstellung bis dahin. Nach einem Foul von TSG-Keeper Kevin Beinsen an Anas Chaoui im Strafraum verwandelte der eingewechselte Patrick Schoppen den fälligen Elfmeter sicher zum vorentscheidenden 2:0. Nur fünf Minuten später machte Cem Aktan aus kurzer Distanz den Pokalerfolg für die Gastgeber perfekt. Auch die Gäste ließen ihr Können noch einmal aufblitzen. Einen sehenswerten Konter schloss der eingewechselte Pascal Trawinski nach Vorlage von Tobias Neynaber zum Endstand ab (88.). Nur eine Minute später hätte Marvin Kleinau die Nachspielzeit spannend machen können, doch der wuchtige Kopfball des Herdeckers landete nur an der Latte.

„Wir haben es leider erst zu spät geschafft, die Schwächen des Gegners auszunutzen. Mit ein bisschen mehr Mut und Konzentration wäre heute mehr drin gewesen“, resümierte Hülsberg nach Spielschluss. Sein Gegenüber Werner Boss hofft auf eine deutliche Leistungssteigerung seiner abstiegsbedrohten Mannschaft, wenn es Sonntag um 15 Uhr zum Tabellenachten SV Hilbeck geht: „So wie heute können wir da nicht auftreten. Dann wird es nämlich ganz schwer mit dem fünften Sieg in Folge.“

Damen-Finale: Westfalia Hagen - Blau-Weiß Voerde 2:0 (0:0). Vor dem schweren Heimspiel in der Westfalenliga am Sonntag gegen den Tabellendritten Germania Hauenhorst (15 Uhr, Ischelandstadion) konnten die Westfalia-Damen noch einmal Selbstvertrauen sammeln. Zwei späte Tore von Kirstin Arend (73.) und Janina Nippel (89.) entschieden das Endspiel vor lautstarkem Anhang aus Voerde zu Gunsten des Favoriten. „Wir haben aber leider nicht das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben“, war Westfalias Sportlicher Leiter Martin Riesner nicht zufrieden mit der spielerischen Leistung seiner Elf. „Trotzdem nehmen wir dieses Erfolgserlebnis natürlich gerne mit in die entscheidenden Wochen in der Meisterschaft.“