Hasper SV kassiert erste Niederlage unter Trainer Boss

Drei HSV-Kicker haben den Ball im Blick. sind aber von vier Akteuren des CSV SF Bochum-Linden umzingelt. Am Ende gewannen die Gäste mit 2:1.
Drei HSV-Kicker haben den Ball im Blick. sind aber von vier Akteuren des CSV SF Bochum-Linden umzingelt. Am Ende gewannen die Gäste mit 2:1.
Foto: WP Michael Kleinrensing

Hagen..  So wird das nichts mit dem Klassenerhalt. Nach vier Unentschieden seit der Amtsübernahme von Trainer Werner Boss hat der abstiegsbedrohte Fußball-Landesligist Hasper SV das erste Pflichtspiel im Jahr 2015 verloren. Gegen den CSV SF Bochum-Linden gab es eine 1:2 (1:1)-Heimniederlage.

Die erste Punktspielpleite unter dem Übungsleiter aus Wuppertal kam nicht von ungefähr. Der Trend geht beim HSV nach unten. Schon am Ostermontag nach dem 0:0 in Herbede hatte Boss eingeräumt, erstmals glücklich einen Punkt ergattert zu haben. „Das war der bisherige Tiefpunkt“, gab Haspes Trainer gestern zu, dass sein Team mit dem 1:2 noch gut bedient war. „Wenn die Bochumer ihre Konter konsequenter ausspielen, hätten wir vier, fünf Stück bekommen können.“

Vielleicht wären die Gäste konzentrierter aufgetreten, wenn CSV-Trainer Frank Benatelli dabei gewesen wäre. Der langjährige Bochumer Bundesliga-Profi, zu Oberligazeiten auch schon mal auf der Hasper Bank, war in seiner Eigenschaft als Scout des VfL Wolfsburg in Belgien unterwegs. So verpasste er, wie Lindens Toptorjäger Vicente Mohedano in der 31. Minute drei HSV-Akteure ausspielte und mit seinem 14. Saisontreffer zum 0:1 einschoss.

Obwohl die Hasper in Halbzeit eins den böigen Wind im Rücken hatten, musste zur einzigen zählbaren Ausbeute ein Foulelfmeter herhalten. Der aufmerksamen Schiedsrichterin Regina Heim aus Olpe entging nicht, dass Kemal Özdemir im Gästestrafraum festgehalten wurde. Patrick Schoppen verwandelte den fälligen Strafstoß zum 1:0 (42.).

Dass es im zweiten Durchgang gegen den kräftigen Wind nicht leichter werden würde, das schwante den HSV-Verantwortlichen in der Pause. Und so kam es auch. Nach einer Unachtsamkeit in der Hasper Abwehr gingen die Gäste sechs Minuten nach Wiederanpfiff in Führung. In der Folgezeit konnten sich die Platzherren nur eine hochkarätige Ausgleichschance erspielen: Schoppens 18-Meter-Freistoß parierte der CSV-Schlussmann Markus Fuchs prächtig. Ansonsten waren die Gäste bei ihren vom Wind unterstützten Kontern gefährlicher.

„Bei einigen Spielern hat heute die nötige Einstellung gefehlt“, kritisierte Werner Boss. „Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf. Es geht weiter.“ Am Mittwoch um 19.30 Uhr mit dem Kreispokal-Halbfinale beim A-Ligisten VfB Schwelm.

Hasper SV: Blume; Özdemir, Dursun, Akbas, Heinzer, Salvo, Akbaba, Caliskan (58. Aktan), Schoppen, Chaoui (83. Külmann), Sertkaya (70. Giemsa).

Tore: 0:1 Mohedano (31.), 1:1 Schoppen (42., Foulelfmeter), 1:2 Pemöller (50.).