Hagener Triathlon feiert Ende Mai Jubiläum

Foto: WP Michael Kleinrensing

Hagen..  An die Anfänge 1989 erinnert sich Susanne Baumann gut, sie ist Gründungsmitglied des erst zwei Jahre zuvor gegründeten Klubs. „Unser Ziel war damals, eine Sportart vorzustellen, die noch nicht so bekannt war“, denkt sie an den ersten Hagener Triathlon zurück. Ein Vierteljahrhundert später ist das erreicht, mit 200 Mitgliedern - Tendenz steigend - und zwei Bundesliga-Mannschaften gehört das Tri-Team Hagen zu den prosperierenden Sportvereinen der Stadt. Und bittet Ende des Monats wieder zu seinen mittlerweile zwei großen Wettkämpfen ins Freibad Hengstey: Am 29. Mai, ein Freitag, findet der 7. Sparda-Bank-Schultriathlon statt, zwei Tage später feiert man Jubiläum mit dem 25. Hagener Sparda-Bank-Triathlon. Nur im Jahr der Hengsteybad-Sanierung pausierte man, veranstaltete aber einen Duathlon.

Aus der zunächst als Freizeitsport-Event gedachten Veranstaltung (Susanne Baumann: „Wir wollten zeigen, dass Triathlon nicht nur für Hochleistungssportler und Verrückte Sinn macht, sondern für Jedermann“) hat sich in den letzten Jahren ein Wettkampf mit breitem Teilnehmerspektrum entwickelt. „Seit dem Wechsel der Radstrecke vor fünf Jahren verbinden wir Breiten- und Hochleistungssport“, erklärt Klubchef Jochen Baumann. Der ambitionierte 10-Kilometer-Kurs führt nach Böhfeld und Bathey mittlerweile die Hohensyburg hinauf, verlangt den Startern angesichts der Topographie einiges ab. Viermal müssen die Starter über die Olympische Distanz (1 km Schwimmen, 40 km Rad, 10 km Laufen) ihn absolvieren, diesmal sind neben 180 Team-Mitgliedern in Oberliga - darunter die Tri-Team-Reserve - und Masters-Liga (ab AK45) etwa 120 Einzelteilnehmer dafür gemeldet.

Die übrigen rund 300 Hobby- und Freizeitsportler absolvieren die Volksdistanz (500 m Schwimmen, 20 km Rad, 5 km Laufen) oder noch kürzere Schülerdistanzen. Die im Vorjahr antretenden 750 Teilnehmer beim Sparda-Bank-Triathlon erreicht man so bisher nicht ganz, auch weil weniger Staffelstarter gemeldet sind. Allerdings war angesichts des eingeschränkten Schwimmbeckens im Hengstey-Freibad 2014 die Kapazitätsgrenze auch erreicht. „Da war jeder Meter Wasser ausgebucht“, erinnert sich Jochen Baumann.

Das gilt für den Schultriathlon erst recht, hier haben sich bisher etwa 35 Schulen aus der Region mit mehr als 900 Schülern gemeldet. Und das, obwohl die letzten beiden Veranstaltungen völlig verregnet waren. Da betätigte sich Sparda-Bank-Filialleiter Michael Lehr, dessen Haus den Hagener Triathlon seit zehn Jahren finanziell und mit Mitarbeitern unterstützt, als „Kinderfänger“ im Ziel. „Die Kinder kommen voll Adrenalin an, sind nass und schmutzig“, sagt er, „die würden sonst einfach durchrennen.“ Doch ihre Zeiten und Platzierungen sollen richtig ermittelt werden. Vielleicht bleiben einige ja der Ausdauer-Sportart treu, etwa ein Viertel der aktuellen Tri-Team-Mitglieder sind Jugendliche.