Giovanni Federico trainiert die jungen TSG-Kicker

Gespannt schauen die jüngsten Kicker im Ostercamp der TSG Herdecke auf die Trainer, die eine Übung vorgeben. Die Fünf- bis Sechsjährigen sollen vor allem Spaß am Training haben und nebenbei natürlich noch ein paar Tricks lernen.
Gespannt schauen die jüngsten Kicker im Ostercamp der TSG Herdecke auf die Trainer, die eine Übung vorgeben. Die Fünf- bis Sechsjährigen sollen vor allem Spaß am Training haben und nebenbei natürlich noch ein paar Tricks lernen.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Der ehemalige BVB-Profi gastiert mit seiner Fußballschule am Bleichstein in Herdecke. Der Spaß soll im Vordergrund stehen.

Herdecke..  Morgens zehn Uhr in Herdecke. Normalerweise müssen die kleinen Fußballspieler um diese Zeit die Schulbank drücken. Doch da der Unterricht wegen der Osterferien momentan pausiert, haben 30 Kinder die Möglichkeit, schon um diese Zeit am Bleichstein vor den Ball zu treten. Das alles vor den Augen eines ehemaligen BVB-Spielers. Giovanni Federico veranstaltet mit seiner Fußballakademie zum dritten Mal das Oster-Trainingscamp auf dem Platz der TSG Herdecke.

Dribbeln, jonglieren und passen

„Bei uns steht der Spaß im Vordergrund“, erklärt der 34-Jährige: „Wenn die jungen Spieler gleichzeitig noch was lernen können, ist das doch ideal.“ Und so rennen die 30 Kicker schon morgens mit dem Ball am Fuß über den Platz. Aufgeteilt in zwei Gruppen – die Fünf- bis Sechsjährigen bilden eine Mannschaft und die Acht- bis Zwölfjährigen – dribbeln sie mit dem runden Leder zwischen Hütchen hindurch, jonglieren den Ball oder passen ihn sich zu. „Gerade im koordinativen Bereich können sich die Kinder noch steigern“, so Federico. Der Hagener sieht seine Fußballakademie als Ergänzung zum Vereinssport: „Unsere ausgebildeten Trainer haben hier die Zeit, spezielle Übung durchzuführen. Da ist beim normalen Training natürlich nicht immer möglich.“

Und den Fußballspielern gefällt das Training. „Es ist toll, mit einem Profi zu arbeiten“, sagt der elfjährige Pietro. „Ich finde die Professionalität sehr gut“, gibt der zwölfjährige Hendrik an. Und der neunjährige Lenni sagt: „Die Übungen, die Spiele und auch das Essen machen Spaß.“

Beobachter am Platz

Giovanni Federico hat in seiner Fußballkarriere von 2007 bis 2009 für Borussia Dortmund gespielt. In dieser Zeit erzielte er immerhin vier Bundesligatore. Nun glaubt der Ex-Profi, seine Erfahrung an die jungen Talente weitergeben zu können: „Ich habe ihnen erklärt, dass es wichtig ist, jede Übung konzentriert und sauber durchzuführen.“ Nur so könne man etwas erreichen. „Es war auch schon ein Beobachter am Platz, der besonders starke Spieler weitervermittelt“, sagt der Fußballlehrer.

Zwischen den zwei Trainingseinheiten gibt es für alle Spieler Mittagsessen. Anschließend müssen die Talente bei der Fußballfrage-Runde ihr Wissen unter Beweis stellen. „Die Kleinsten fragen wir zum Beispiel, wie viele Spieler in einer Partie auf dem Feld stehen“, erklärt Federico und ergänzt: „Für die Älteren werden die Fragen aber natürlich deutlich schwerer.“

Vier Tage mit insgesamt acht Trainingseinheiten haben die Kicker am Ende des Fußballcamps absolviert. „Das ist fast wie früher beim BVB im Trainingslager“, sagt Federico: „Nur, dass wir damals nicht am Abend nach Hause fahren konnten.“