Geske und Bleck sind bei Phoenix Gewinner der Hinrunde

04. Januar 2015, Hagen. Basketball Bundesliga BBL. Phoenix Hagen gegen Walter Tigers Tübingen 90:81. Niklas Geske. +++ Westfalenpost Foto: Michael KLEINRENSING / WP Lokalredaktion Hagen +++
04. Januar 2015, Hagen. Basketball Bundesliga BBL. Phoenix Hagen gegen Walter Tigers Tübingen 90:81. Niklas Geske. +++ Westfalenpost Foto: Michael KLEINRENSING / WP Lokalredaktion Hagen +++
Foto: WP Michael Kleinrensing
Was wir bereits wissen
Immer mehr Spielanteile bei Basketball-Bundesligist Phoenix Hagen verdienen sich Fabian Bleck und Niklas Geske. Sie gehören zu den Gewinnern der Hinrunde.

Hagen..  Diesen Wettbewerb hatten sie gar nicht im Blick. Doch am Ende der Hinrunde fehlte Phoenix Hagen genau ein Sieg zur erstmaligen Teilnahme am Pokal-Wettbewerb der Basketball-Bundesliga. Dafür qualifizierte sich jetzt überraschend Aufsteiger BG Göttingen als Sechster der gesonderten Pokal-Tabelle, in der Topfour-Ausrichter Oldenburg nicht vertreten ist. Ein Heimerfolg gegen die Göttinger am 14. Dezember hätte wiederum den Hagenern gereicht, um mit den Liga-Größen Berlin, Bamberg, München, Ulm und Bonn um den Endrunden-Einzug zu kämpfen. „Und das nach so einer schweren Hinrunde“, staunte Phoenix-Geschäftsführer: „Da hätten wir natürlich gerne gespielt.“

Was für die Hagener gilt, trifft indes auch auf sechs weitere Bundesligisten zu, woran erneut das enorme Gedränge zwischen Platz 7 und 17 deutlich wird. „Da sind einige Teams dabei wie der Mitteldeutsche BC oder Bremerhaven, die schon nach oben weg schienen“, erinnert Herkelmann an Mannschaften, gegen die Phoenix in der Anfangsphase der Saison knapp verlor. Etwa der MBC nähert sich mittlerweile mit sieben Niederlagen in Serie zügig wieder der abstiegsbedrohten Zone, die höher gehandelten Eisbären sind sogar Vorletzter. Dagegen nutzten die Hagener den zuvor als wegweisend angesehenen Jahreswechsel, sich mit drei Erfolgen - einer darunter kampflos gegen Crailsheim - etwas aus dem Tabellenkeller zu lösen. „Nach den drei Siegen sind alle optimistisch, dass wir weiter attackieren können“, hat nicht nur Niklas Geske an Selbstvertrauen gewonnen. Auch weil man endlich am Ischeland gewinnen konnte. „Wir haben daheim nicht in allen Partien schlecht gespielt, aber es nicht zu Ende gebracht“, sagt Geske, „für die Rückrunde glaube ich, dass wir da mehr als die Hälfte der Heimspiele gewinnen können.“

Der 20-jährige Aufbauspieler gehört gemeinsam mit Fabian Bleck zu den Gewinnern der Hinrunde bei Phoenix, gerade gegen Ende hin war auf beide Youngster Verlass. Beim 90:81-Sieg gegen Tübingen standen sie jeweils mehr als 20 Minuten auf dem Parkett, für beide wie bei der Punktausbeute (8 bzw. 10) persönlicher Topwert. „Sie haben großartig gespielt“, würdigte Kapitän David Bell, auch Herkelmann hob die große Hilfe der jungen deutschen Spieler gerade in der kritischen Phase Mitte des zweiten Viertels hervor. Und Coach Ingo Freyer betonte: „Fabi und Niklas machen einfach wenig Fehler. Sie sind schlau genug, versuchen immer alles richtig zu machen.“ Als feste Größen mit zweistelliger Einsatzzeit haben sich Geske und Bleck, den zwischenzeitlich ein Bänderriss zurückwarf, auf den Kaderplätzen acht und neun etabliert.

Wie die US-Teamkollegen haben auch die deutschen Akteure jetzt sechs Tage „Allstar-Pause“ bei Phoenix, erst am nächsten Sonntag zum 20. Geburtstag des Fanclubs „G-Blocker“ trifft man sich wieder. Die Amerikaner im Team nützen dies bis auf Zamal Nixon zum Kurz-Trip in die Heimat. Auch Urule Igbavboa bleibt in Hagen, wird angesichts seiner wieder stärker gewordenen Bandscheiben-Probleme erneut mikrochirurgisch behandelt. Auf ihn und Larry Gordon (Muskelfaserriss) hofft Freyer („In der Hinrunde hatten wir so viele Verletzte wie noch nie“) in der am 17.Januar mit der Partie in Bayreuth startenden Rückserie. Für die hat sich der Phoenix-Coach einiges vorgenommen: „Dann wollen wir eine richtig gute Mannschaft präsentieren.“

Schiedsgerichts-Urteil abwarten

In Sachen Rückerstattung von Eintrittsgeldern des ausgefallenen Crailsheim-Spiels verweist Phoenix darauf, dass man erst nach einem Urteil des Bundesliga-Schiedsgerichts tätig werden könne. Wann dieses tagt, ist noch nicht bekannt, auch eine Stellungnahme aus Hagen wurde bisher nicht eingeholt. Crailsheim hatte Berufung gegen die Wertung für Hagen eingelegt.